Ferrari-Star Fernando Alonso ein Bezahlfahrer?

Von Rob La Salle
Formel 1
Fernando Alonso im Kreuzverhör seiner Fans

Fernando Alonso im Kreuzverhör seiner Fans

Ungewöhnliches Interview des Ferrari-Stars – der Spanier beantwortete über Twitter Fragen seiner Fans, Teil 2.

Fernando Alonso ist ein Fan von Twitter. Der Formel-1-Champion von 2005 und 2006 nutzt den Kurznachrichtendienst geschickt, um Paparazzi auszubremsen – etwa, indem er selber zwitschert und mit Bildern dokumentiert, wo und mit wem er gerade unterwegs ist. Seit der Ferrari-Star sich regelmässig zu Wort meldet, sind Sensations-Hascher unter den spanischen Medien ohne Grundlage.

Alonso nutzt Twitter aber auch, um in eigener Sache Politik zu machen – oder er stellt sich ab und an den Fragen seiner Leser.

Wir haben einige ungewöhnliche Fragen der Alonso-Anhänger und die Antworten ausgesucht, die nichts an Aktualität verloren haben.

Welches war der höchste Speed, den du je in der Formel 1 erreicht hast?

Das war in Monza – 372 km/h.

Ist Felipe Massa für Ferrari die beste Wahl?

Ich halte Felipe für einen der weltbesten Fahrer, und das hat er auch zur Genüge bewiesen.

Wenn wir an das Engagement der Bank Santander bei Ferrari denken: Hältst du dich für einen Bezahlfahrer?

Ich bin stolz darauf, seit mehreren Jahren konstante Partner zu haben. Dieser Sport braucht solche Firmen. Ich allerdings werde fürs Fahren bezahlt, nicht andersrum. Also sehe ich mich nicht als Bezahlfahrer.

Findest du, im Laufe der Jahre bist du als Fahrer ruhiger geworden?

Ich bin noch immer ehrgeizig genug, keinen Zentimeter auf der Bahn preiszugeben. Also bin ich nicht der Meinung, durch Reife an Aggressivität verloren zu haben. Ich habe eher den Eindruck, dass ich in den letzten zwei Jahren das höchstmögliche Niveau erreicht habe.

Wieviel Gummi wird in einem Rennen vom Reifen geschrubbt?

Zwischen vier und fünf Millimeter.

Was genau machst du nach einem Rennen?

Ich muss bei der FIA auf die Waage. Wenn es gut gelaufen ist, kann ich vielleicht aufs Siegertreppchen hoch. Dann folgen TV-Interviews und die Medienrunde mit den Journalisten, falls ich unter den ersten Drei war. Anschliessend ziehe ich mich um, dusche und spreche unten bei Ferrari mit den Medien, falls ich nicht unter den ersten Drei war. Nach einem Snack findet die Nachbesprechung des Rennens statt. Dann reise ich in der Regel weiter.

Was sagst du du Frauen in der Formel 1?

Dass ich es toll fände, wenn wir einen weiblichen Fahrer im GP-Sport hätten!

Was bedeuten die Pfeile auf deinem Helm?

Das geht auf ein Modellauto zurück, das ich als Bub besass und mir besonders gut gefiel. Da trug der Fahrer einen Helm mit solchen Pfeilen. Also malte ich die schon auf meine Kart-Helme drauf.

Ist es mit den Rennhandschuhen nicht schwierig, die ganzen Knöpfe am Lenkrad zu drücken?

Nein, die Handschuhe passen wie eine zweite Haut, das ist kein Problem.

Welches ist deine Lieblingsstadt ausserhalb Spaniens?

Tokio.

Kannst du eine Charakterstärke und eine Charakterschwäche von dir nennen?

Hm, ich bin pünktlich! Ich bin leider auch argwöhnisch.

Ist die FIA mit den Dopingtests bei Rennfahrern nicht zu streng?

Wir unterliegen ähnliche strengen Kontrollen wie Radfahrer. Ich finde das gut.

Denkt man beim Fahren an etwas Anderes?

Wenn ich einmal im Wagen bin, dann zählt nur das Rennen.

Spürst du Unterschiede bei den Gesprächen mit Journalisten aus unterschiedlichen Ländern?

Nein, wenn überhaupt, dann gehen die Unterschiede eher darauf zurück, wie gut der Berichterstatter den Sport versteht.

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