Vettel: Red Bull Racing, dann Ferrari oder Mercedes?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel und Fernando Alonso

Sebastian Vettel und Fernando Alonso

Nach der Vertragsverlängerung mit Red Bull Racing bis Ende 2015: Der Champion hält sich alle Optionen für Ferrari und Mercedes offen.

Immer wieder sind Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel Verhandlungen mit Ferrari nachgesagt worden. Der Weltmeister selber hat das stets in den Bereich Sagen und Märchen verbannt. Seitens Ferrari ist man voll des Lobes für den Heppenheimer, aber Ferrari-Chef Luca Montezemolo hat im vergangenen Winter klar gemacht: «So lange Alonso bei uns fährt, fährt Vettel nicht bei uns.»

Montezemolo und Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali wissen: Es wäre keine weise Idee, dem Platzhirsch einen zweiten zur Seite zu stellen.

Der Zeitpunkt der Vertragsverlängerung Vettels mag einigen seltsam vorkommen. Tatsächlich sind in den meisten Abkommen zwischen Rennställen und ihren Fahrern gegenseitige Leistungsklauseln verpackt. Wird eine exakt definierte Linie erreicht – zum Beispiel eine bestimmte WM-Platzierung nach einem bestimmten Zeitpunkt der Saison – so kann Team oder Fahrer eine Option ziehen. Durchaus denkbar, dass dies bei Red Bull Racing nun geschehen ist.

Bislang 39 Pole-Positions, 29 Grand-Prix-Siege und insgesamt 51 Podestplatzierungen sowie drei WM-Titel – das ist selbst für einen 25-Jährigen keine Erfolgsgarantie für die Zukunft. Wir schreiten 2014 in die neue Turbo-Ära, eine komplett frische Generation von Rennwagen wird an den Start gehen, und nirgens steht in Stein gemeisselt, dass Adrian Newey erneut das beste Auto im Feld baut oder Renault den besten V6-Turbomotor liefert.

Sebastian Vettel hat sich in Sachen Vertrag gleich aus mehreren Perspektiven die Pole-Position gesichert: Die Verlängerung bringt die Ferrari-Gerücht für eine Weile zum Erstummen. Gleichzeitig bringt sich Vettel in eine gute Ausgangslage, sollte Fernando Alonso bei Ferrarim den Helm an den Nagel hängen oder würde Mercedes Vettel in einen Silberpfeil locken wollen – anstelle von Lewis Hamilton.

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