Nico Hülkenberg und Sauber: Unbezahlbar, unbezahlt

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Nico Hülkenberg ist viel mehr wert als sein Geld

Nico Hülkenberg ist viel mehr wert als sein Geld

Was wäre Sauber ohne diesen Nico Hülkenberg? Bärenstarker fünfter Startplatz des Deutschen, der wie Lotus-Star Kimi Räikkönen auf Teile seines Gehalts wartet.

Nico Hülkenberg weiss, wann er reden und wann er schweigen muss. Wenn das Auto schneller gemacht werden muss, dann kann der Emmericher tüchtig auf den Tisch hauen und seinen Standpunkt deutsch und deutlich rüberbringen. Weil er aber die finanziell schwierige Situation von Sauber kennt, war er bislang beim Thema ausstehende Gehaltszahlungen ganz Gentleman und schwieg – gegen außen. Das Reden übernahm gegenüber der ARD sein Rennfahrerkollege Sebastian Vettel: «Es ist eine Schande, dass Nico noch kein Cockpit hat, weil er ja einer der schnellsten Fahrer im Feld ist – und dass er noch keinen Cent bekommen hat. Ich wünsche ihm alles Gute und, dass er auch mal was aufs Konto bekommt!»

Was Hülkenberg wert ist, zeigt er an jedem GP-Wochenende, hier in Abu Dhabi mit der sechstschnellsten Zeit (nach der Strafe für Kimi Räikkönen wurde daraus Startplatz 5). Damit hält er die Hoffnungen von Sauber am Leben, in den letzten drei Grands Prix der Saison in der Markenwertung noch Force India einzuholen (23 Punkte vor Sauber auf Platz 6 der Zwischenwertung).

«In meiner schnellsten Runde kam heute wirklich alles zusammen und ich konnte das Optimum rausholen», freute sich der schnelle Emmericher, denn «auf dieser Strecke ist Überholen eher schwer. Es gibt zwar die zwei DRS-Zonen hintereinander, und in der Vergangenheit gab es auch einige Überholmanöver, aber wir haben einen guten Top-Speed, um unsere Position zu halten. Wir waren das ganze Wochenende über Top-Zehn-Material, und ich hoffe und bin zuversichtlich, dass wir das morgen fortsetzen.»

Bei Esteban Gutiérrez hakte es im ersten Qualifyingssegment etwas am richtigen Timing. Der Mexikaner ging zu spät auf seine letzte schnelle Runde und konnte so keine Zeit mehr setzen. Am Ende stand sein Name auf Platz 17der Zeitenliste und das Ende seines Arbeitstages war schon nach 20 Minuten gekommen.

«Es ist sehr enttäuschend morgen von P17 zu starten, vor allem, weil wir eine gute Pace haben. Unser Plan war es, eine schnelle, eine langsame und dann wieder eine schnelle Runde zu fahren, wir hatten dann aber keine Zeit mehr für die zweite schnelle Runde», erklärte Gutiérrez das Missgeschick. «Es war eine knifflige Entscheidung, in der ersten Runde hatte ich Verkehr, und dann ist uns die Zeit davon gelaufen. Es war ein klarer Fehler, da nur wenige Sekunden fehlten.»

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