Force India: Wen muss Adrian Sutil fürchten?

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Adrian Sutil musste sich in der letzten Runde Sergio Pérez geschlagen geben

Adrian Sutil musste sich in der letzten Runde Sergio Pérez geschlagen geben

Adrian Sutil hat im Kampf um ein Cockpit 2014 harte Konkurrenz und musste sich in Abu Dhabi zum zweiten Mal in Folge seinem Teamkollegen Paul di Resta geschlagen geben.

Paul di Resta beendete den Grand Prix von Abu Dhabi auf Rang 6, zum zweiten Mal hintereinander vor seinem Teamkollegen Adrian Sutil, der als Zehnter ins Ziel kam und als WM-Dreizehnter mittlerweile auch satte 19 WM-Punkte Rückstand auf den Schotten hat. Zwei Rennen vor Saisonende haben beide Force-India-Piloten noch keinen Vertrag für nächstes Jahr und die Luft wird dünner für den Gräfelfinger, der angeblich zwei Optionen für 2014 hat.

Option eins ist sicher sein aktuelles Team, bei dem er nach eigener Aussage gerne bleiben würde, Teamchef Vijay Mallya betonte jedoch schon mehrmals, dass er sich bei der Fahrerwahl Zeit lassen möchte, vielleicht sogar bis Weihnachten. Der Inder hat auch die Qual der Wahl. Paul di Resta, der vom Grand Prix von Deutschland bis Japan einen Durchhänger hatte und punktelos blieb, hat sich wieder gefangen und schlug Sutil sowohl in Indien als auch in Abu Dhabi.

Gleichzeitig klopft Marussia-Pilot Max Chilton an und verspricht eine Mitgift von 12 Millionen Dollar mitzubringen und auch McLaren versucht, seinen Nachwuchsfahrer Kevin Magnussen, den diesjährigen Meister der Renault-3.5-Serie, in der Königsklasse unterzubringen. Der junge Däne könnte nach eigener Aussage bei Marussia andocken, was wiederum die Millionen von Chilton bei Force India ins Spiel bringen würde.

Eine verlockende Offerte für das Team, das nicht gerade auf Rosen gebettet ist und jede Finanzspritze gut gebrauchen könnte – einen finanziellen Rückhalt, den Sutil nicht zu bieten hat. Eine potentielle Gefahr für den Deutschen scheint jedoch seit diesem Wochenende gebannt. Nico Hülkenbergs Management verhandelte in Abu Dhabi lange mit Force-India-Geschäftsleiter Otmar Szafnazer, der Sauber-Pilot wird aber wohl doch zu Lotus gehen.

Im Gegensatz zu Sutil, der sich keine Kopfschmerzen um seine Zukunft macht, gibt Paul di Resta unumwunden zu, dass er gerne eine gewisse Sicherheit hätte. «Es ist schon ein bisschen ein Alptraum, denn es gibt viele Fahrer, die noch nicht wissen, wie es nächstes Jahr weitergeht, aber wenn ich das entsprechende Material habe, dann werde ich Leistung bringen können», sagte der 27-Jährige. «Die Zeichen, die Vijay Mallya und die anderen im Hinblick auf nächste Saison aussenden, sind zwar gut, aber ich würde es gerne mit Sicherheit wissen.»

In Abu Dhabi empfahl sich der Schotte mit seinem sechsten Platz schon mal für eine Vertragsverlängerung, aber auch Adrian Sutil war mit Platz 10 nicht unzufrieden. «Wenn man bedenkt, dass ich nur von Platz 17 gestartet bin, kann ich zufrieden sein, einen Punkt geholt zu haben», sagte Sutil, der, wie sein Teamkollege, mit nur einem Reifenstopp die 55 Runden um den Yas Marina Circuit fuhr.

«Aufgrund der Probleme im Training und im Qualifying war es kein einfaches Rennen für mich, aber die Strategie war heute genau richtig», fand er. Erst in der letzten Runde musste er sich McLaren-Pilot Sergio Pérez geschlagen geben und dem Mexikaner Platz 9 überlassen. «Ich war schon 27 Runden auf den weichen Reifen gefahren und hatte aus den engen Kurven heraus einfach keine Traktion mehr.»

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