Christian Horner: «Alonso provozierte die Buhrufe»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Sebastian Vettel und Christian Horner verstehen sich

Sebastian Vettel und Christian Horner verstehen sich

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner glaubt, dass Sebastian Vettels Gegner die Fans unterstützen, die ihn auf dem Podium ausbuhten.

Vergangene Woche sagte Sebastian Vettel bei ServusTV auf die Frage, ob er sich unter den Fahrerkollegen akzeptiert fühle, dass er durchaus das Gefühl habe, dass das so sei und er keinerlei negative Haltung spüre. Sein Teamchef sieht das etwas differenzierter und glaubt, dass einige seiner geschlagenen Konkurrenten die Fans sogar dabei unterstützen, Vettel zu verletzen.

«Es ist schade und es war schwer für ihn, damit umzugehen. Natürlich hat er es nicht öffentlich gezeigt, aber es hat ihn wirklich getroffen und er hat es nicht verstanden», sagte Horner bei 5Live bezüglich der Buhrufe, die der 26-Jährige in diesem Jahr auf dem Podium über sich ergehen lassen musste. Teilweise seien die sicher durch die Aktion in Malaysia hervorgerufen worden, als Vettel seinen Teamkollegen entgegen der Anweisung seines Teams überholte, aber das sei nicht der einzige Grund, meinte der Brite.

«Einiges ging sicher darauf zurück, was in Malaysia passiert ist, dass er Mark Webber einen Sieg gestohlen hat, das hat ihn natürlich als schlechten Menschen dargestellt», gab Horner zu. «Das war Wasser auf die Mühlen seiner Rivalen, dass er sich so präsentiert hatte, also haben sie das unterstützt.»

«Fernando Alonso nimmt beispielsweise seine Kappe ab und wirft sie in die Menge, sobald Sebastian auf dem Podium anfängt zu reden, um eine Reaktion zu provozieren», sprach er speziell den Ferrari-Piloten an. «Das Großartige an Sebastian ist aber, dass er sich nie zu etwas hat hinreißen lassen. Er hat es gefühlt und war verletzt.»

Der 39-Jährige ist sehr stolz auf Vettel und die Art, wie er mit der Ablehnung umgegangen ist und er es geschafft hat, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. «Ich erinnere mich, dass ich in Singapur mit ihm auf dem Podium stand und sagte, <Kopf hoch, du kannst sehr stolz auf dich sein, das Team ist sehr stolz auf das, was du heute erreicht hast.> Er bekam nicht die Reaktion, die er verdient hatte.»

Und dann sei plötzlich alles anders gewesen, fuhr Horner fort. «In Indien gewinnt er die Weltmeisterschaft, missachtet wieder die Teamorder, dreht Donuts vor dem Podium, springt aus dem Auto und küsst den Boden und die Leute drehen durch, weil er diese Emotion gezeigt hat.»

Dafür, dass Sebastian Vettel erst 26 Jahre alt sei, sei es beeindruckend, wie er alles hingenommen und sich entwickelt habe, lobte Horner den viermaligen Weltmeister. «Er ist ständig unter Druck, unter Beobachtung und natürlich fällt man umso tiefer, je erfolgreicher man ist. Alle warten darauf, dass man fällt und er ist damit außergewöhnlich gut umgegangen.»

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