Sponsoring-Sorgen? Formel-1-Teamchefs dementieren

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Steckt die Formel 1 in Geldnöten? Obwohl sich alle Formel-1-Rennställe einig sind, dass gespart werden muss, will keiner von einem Sponsoring-Problem reden.

Die Formel-1-Welt ist sich einig: In der Königsklasse des Motorsports muss gespart werden. Selbst Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner bekundet angesichts der Kosten der umfangreichen Regeländerungen für 2014 Probleme beim Auftreiben des Budgets.

Trotzdem sprechen nicht alle Teamchefs von einem Sponsoring-Problem. Lotus-Oberhaupt Eric Boullier erklärt etwa: «Wir haben einige erstklassige Marken wie Microsoft und den Coca-Cola-Ableger Burn in die Formel 1 gebracht. Aber die grössten Sponsoring-Verträge hat die Formel-1-Rechteinhaberin FOM (Formula One Management) abgeschlossen. Das ist in diesen Tagen eine grosse Leistung. Jeder weiss, dass die Weltwirtschaftslage nicht mehr so rosig wie noch vor zehn Jahren ist. Deshalb lässt sich die heutige Situation schlecht mit der Vergangenheit vergleichen.»

Auch Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali betont: «Wir konnten mit UPS einen grossen Sponsor in diesem Jahr an Bord holen. Mit allen anderen grossen Partnern haben wir die Verträge verlängert. Wir haben also eine gute Basis von Partnern, die in uns investieren. Natürlich haben sie sich für eine Partnerschaft mit uns entschieden, weil sie auch davon profitieren. Für uns stellt sich also dieses Problem nicht, wir haben verschiedene Möglichkeiten, Nutzen aus unseren Partnerschaften zu ziehen.» Der 48-Jährige aus Imola warnt: «Es ist aber auch wichtig, dass man in einer solchen Krisensituation nicht zu viel von dem, was man hat, entwertet. Denn wenn die Wirtschaft sich erholt, ist es sonst sehr viel schwieriger, das für die Formel-1-WM benötigte Investitionsvolumen aufzubringen. Natürlich muss man sich das auch leisten können.»

Bietet die Formel 1 die richtige Show?

Auch Mercedes-Teamchef Ross Brawn sieht sich und sein Team in einer guten Position: «Wir haben diesbezüglich viel Glück – es liegt aber auch daran, dass unsere Leute hervorragende Arbeit geleistet haben. Denn die Anzahl unserer Partner ist gestiegen und darüber hinaus haben sich auch die Abkommen verbessert. Blackberry ist ein neuer Sponsor von uns, der derzeit zwar einige Herausforderungen meistern muss. Nichtsdestotrotz ist es ein grosser Sponsor, der dieses Jahr neu bei uns an Bord ist.»

Einzig Marussia-Teamchef John Booth wendet ein: «Wir müssen uns darüber hinaus aber auch fragen, ob wir den Zuschauern das richtige Unterhaltungspaket bieten. Ich glaube, dass die Formel 1 ganz generell der weltweiten Wirtschaftssituation hinterherhinkt. Das ist ein Trend, der in der ganzen Motorsportwelt zu beobachten ist. Deshalb hat die Krise der Formel 1 zu Beginn scheinbar auch nichts anhaben können. Doch nun, drei Jahre später, folgen die Konsequenzen.»

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