Surtees: «Doppelte Punkte müssen ein Werbegag sein»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
John Surtees findet doppelte Punkte beim letzten Rennen total falsch

John Surtees findet doppelte Punkte beim letzten Rennen total falsch

Der Formel-1-Weltmeister von 1964, John Surtees, kann kaum glauben, dass die Weltmeisterschaft durch doppelte Punktevergabe «künstlich manipuliert» werden soll.

John Surtees ist bis heute der einzige Fahrer, der sowohl auf zwei als auch auf vier Rädern Weltmeister war. Der Brite holte drei Mal den Titel der 350cc-Klasse, vier Mal den der 500cc-Klasse und war danach 1964 Formel-1-Weltmeister. Die Richtung, in die die Königsklasse im Moment geht, gefällt dem heute 79-Jährigen allerdings gar nicht. Doppelte Punkte beim letzten Saisonrennen in Abu Dhabi, um die Titelentscheidung künstlich offen zu halten, hätten mit «wahrem Sportsgeist» nichts mehr zu tun, findet Surtees.

«Das muss ein Werbegag sein», sagte er bei MotorSportsTalk auf NBC. «Ich finde das ist ganz und gar falsch. Die Ergebnisse der Weltmeisterschaft oder Rennen auf diese Art und Weise künstlich zu manipulieren, ist nicht im Geiste des Sports oder das, was wir versuchen sollten zu erreichen.»

Auf die Frage, wen oder welches Team er in der kommenden Saison an der Spitze sehen würde, meinte Surtees, das hinge wohl zum großen Teil von den Motoren ab. Sebastian Vettel und Red Bull Racing hätten aber sicher eine gute Möglichkeit, die Erfolgssträhne der vergangenen Jahre fortzusetzen. «Wenn man sich anschaut, wie Red Bull Racing geführt wird und die Struktur des Teams betrachtet, mit einem Fahrer wie Sebastian Vettel, der auf allen Gebieten hervorragend war und die Art, auf die er das Rennfahren angeht, was ein Beispiel für alle jungen Fahrer ist, dann glaube ich, dass sie eine Chance haben, an der Spitze zu sein.»

Gleich hinter den Bullen sieht der Engländer Ferrari, allerdings mit ein paar Unwägbarkeiten innerhalb des Teams. «Ferrari hat durch die V6-Motoren und die Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen, neue Motoren zu entwickeln, eine Chance. Ich bin mir aber nicht sicher, wie die Beziehung von Alonso und Räikkönen funktionieren wird. Ich hätte diese Kombination nicht gewählt, aber sie werden nun mal da sein.»

Auch bei Mercedes sieht Surtees großes Potential, aber auch etwas zu viel Unruhe innerhalb des Teams. «Mit gefällt gar nicht, was ich bei Mercedes sehe», sagte er. «Dieses Hin und Her, das da vor sich geht und, dass Ross Brawn gegangen ist. Aber sie haben immense Ressourcen und einige sehr gute Leute und zwei sehr fähige Fahrer.» Auf alle Fälle würde es «sehr interessant werden», ist der Brite sicher. «Und beim ersten Rennen werden alle gespannt beobachten, wie sich die Dinge entwickeln.»

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