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Felipe Massa: «Ich bereue nichts»

Felipe Massa und Teamorder. Ein heikles Thema. Am Sonntag missachtete der Brasilianer in Malaysia einen Befehl seines Rennstalls, bereut aber nicht, seinen Kopf durchgesetzt zu haben.

Formel 1

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Der Grand Prix von Malaysia 2013 ging wegen der berühmten "Multi-21"-Affäre in die Annalen des Sports ein. Damals bekam Sebastian Vettel von seinem Team die Anweisung, hinter seinem Teamkollegen Mark Webber zu bleiben. Vettel ignorierte diesen Befehl jedoch und holte sich den Sieg. Am Sonntag bekam ein anderer Fahrer von seinem Team den Befehl, seinen Teamkollegen vorbei zu lassen und ihn nicht aufzuhalten. Felipe Massa entschied sich aber ebenfalls, auf taub zu schalten und sein Rennen weiter zu fahren.

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Massa ist in puncto Teamorder ein gebranntes Kind. Bei Ferrari musste der Brasilianer im Fall der Fälle regelmäßig zurückstecken und seine Teamkollegen, sei es Michael Schumacher, Kimi Räikkönen oder Fernando Alonso, vorbeilassen. So erinnerte die Ansage am Sonntag, "Valtteri ist schneller als du", auch sehr an den berühmten Ferrari-Funkspruch "Fernando ist schneller als du" in Hockenheim 2010.

Bei ehemaligen Rennfahrern findet Massa Verständnis. Sky-TV-Experte Martin Brundle: "Man muss sich das mal vorstellen – endlich hat sich Felipe von der Last Ferrari befreit, da sind solche Funksprüche ungefähr das Letzte, was er hören will. Vor allem deswegen, weil man ihn unter der Vorgabe zu Willliams gelockt hat, es gebe dort keine Nummer 1 oder Nummer 2." Außerdem sei es aus psychologischer Sicht "wichtig gewesen, was Felipe getan hat. Denn wenn er jetzt nachgegeben hätte, dann wäre er für den Rest der Saison gebrandmarkt gewesen." Für RTL-Experte Christian Danner kam Massas Reaktion ebenfalls nicht unerwartet. Ihn hätte es "überrascht", wenn der Williams-Pilot gehorcht hätte, meinte der Bayer.

Die stellvertretende Teamchefin, Claire Williams, erklärte nach dem Rennen dann auch, es habe keine Teamorder für Felipe Massa gegeben. "Wie konnten wir Massa was antun?", fragte sie bei Sky Sport F1. "Am Ende kam Felipe vor Valtteri ins Ziel. Sie bekamen beide gesagt, dass sie ihre Autos kühlen sollten." Felipe Massa hätte auch gar keine Anweisungen ignoriert, meinte die Tochter des Teamgründers Frank Williams weiter. Valtteri Bottas hätte ebenfalls die Ansage bekommen, sein Auto zu kühlen.

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Chefingenieur Rod Nelson betonte weiter, dass es bei Williams keine Nummer 1 und keine Nummer 2 gebe. "Wir haben zwei Nummer-1-Fahrer." Man hätte in dem Fall einfach versuchen wollen, Jenson Button von Platz 6 zu verdrängen. "Wenn das nicht geklappt hätte, dann hätten wir die Reihenfolge wieder geändert. Wir werden mit den Fahrern nun besprechen, was wir erwarten."

Felipe Massa stellte nach dem Rennen fest, er sei überzeugt, das Richtige getan zu haben. "Ich glaube, dass ich das Beste getan habe, das ich tun konnte. Ich war nahe an Jenson dran und habe bis zum Schluss gegen ihn gekämpft. Ich wollte für das Team und für mich selbst so viele Punkte wie möglich holen." Außerdem wäre auch Valtteri Bottas nicht an Jenson Button vorbeigekommen, war Massa sicher.

"Ich war dran, ich habe gekämpft. Es war ja nicht so, dass er auf einer total anderen Strategie war als ich", erklärte der 32-Jährige. "Er hat gleich nach mir gestoppt und seine Reifen waren etwas besser, aber nicht genug, um mich zu überholen und auch nicht, um Jenson zu überholen. Also habe ich getan, was richtig war. Ich bereue nichts", betonte er und fügte an: "Ich werde so um meine Karriere kämpfen, wie ich will."

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