Mercedes weit voraus, was machen die Gegner falsch?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Nico Rosberg im Mercedes allein auf weiter Flur

Nico Rosberg im Mercedes allein auf weiter Flur

Zum Spanien-GP hin wollten Red Bull Racing, Ferrari, Williams, McLaren & Co. den Rückstand auf Mercedes verringern. Doch die Silberpfeile wirken stärker denn je.

Es ist kein Geheimnis: Rohe Motorleistung ist in Barcelona nicht der Heilsbringer, vielmehr ein gut liegendes Auto. Das auf den Spanien-GP folgende Monaco ist noch viel weniger eine Motorenstrecke. Daher galt im Fahrerlager – endlich eine Chance für die Konkurrenz, den überlegenen Mercedes ein Bein zu stellen.

Nun jedoch hat Nico Rosberg im dritten freien Training Bestzeit gefahren, Lewis Hamilton hat seinen Versuch zwar vorzeitig abgebrochen, ist aber nicht weit vom WM-Leader entfernt. Erster Mercedes-Jäger: Fernando Alonso – mit 1,3 Sekunden Rückstand auf Nico Rosberg. Das ist auf einem Kurs wie Barcelona eineBankrotterklärung.

Gewiss, nicht bei allen Mercedes-Jägern lief es optimal, da ist im Qualifying mehr zu erwarten. Doch viel zu denken gibt den versammelten Gegnern von Mercedes, welche Serien Hamilton bei den Dauerläufen gestern hingelegt hat.

Schlafen gelegt haben sich die Mercedes-Rivalen fürwahr nicht: jede Menge Neuheiten in Sachen Aerodynamik, verbesserte Motoren, optimierter Sprit von Renault. Doch auch Mercedes ist besser geworden. Das reichte für den dreifachen Saisonsieger Hamilton, um im Langlauf auf die Gegner mindestens eine Sekunde pro Runde Luft zu haben (Nico Rosberg hatte ein Problem mit der Energierückgewinnung, dann stimmte die Balance seines Autos nicht).

Wie schnell sich die Zeiten ändern: Vor einem Jahr stand Mercedes zwar in der ersten Startreihe, wurde dann aufgrund übermässigen Reifenverschleisses gnadenlos nach hinten durchgereicht.

Nun hat Mercedes nicht nur den besten Hybridantrieb, der Wagen schont auch noch die Reifen. Während einige Gegner zwischen Drei- und Vierstoppstrategien schwanken, könnte Mercedes theoretisch mit einem Stopp über die Runden kommen. Was jedoch aus Sicherheitsgründen kaum gemacht wird. Mercedes wird sich in aller Wahrscheinlichkeit für eine Zweistopp-Strategie entscheiden.

Eindruck vor dem Abschlusstraining: Alles andere als die erste Startreihe in Silber wäre eine Sensation.

Vorhersage fürs Rennen: Bei normalem Rennverlauf machen Rosberg und Hamilton den Sieg unter sich aus. Dahinter wird es einen packenden Kampf um Rang 3 geben zwischen Ferrari, Red Bull Racing und McLaren.

Mittelfristige Aussicht: Die Verbesserungen der Gegner reichen nicht, um den Rückstand auf Mercedes so bald zu egalisieren. Sie entwickeln umfangreich, doch sie holen nicht schnell genug auf. Der silberne WM-Zug dampft in Richtung Titel ab.

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