Champion Rueda zum Sepang-Crash: «Kann mich an gar nichts erinnern!»
Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com erzählt Moto3-Weltmeister Jose Antonio Rueda wie es ihm nach dem Horrorcrash in Sepang geht und welchen Einfluss die Verletzung auf seine Moto2-Rookie-Saison hat.
Mit seinem Sieg beim Indonesien-Grand-Prix konnte sich Jose Antonio Rueda vorzeitig zum Moto3-Weltmeister krönen. Drei Wochen zuvor wurde Mitte September verkündet, dass der KTM-Ajo-Pilot für 2026 in die Moto2-WM aufsteigen wird.
Auch den nächsten Grand Prix auf Phillip Island konnte der Champion gewinnen. Dann folgte der Horrorcrash in Sepang, als Rueda in der Besichtigungsrunde mit dem Schweizer Noah Dettwiler zusammenprallte. Während der Spanier die Kollision mit vergleichsweise geringen Verletzungen überstanden hat – Fraktur in der Hand, Brustkorbquetschung und Gehirnerschütterung – trug Dettwiler lebensgefährliche Verletzungen davon.
Neben dem Malaysia-GP verpasste Rueda verletzungsbedingt die beiden letzten Saisonwochenenden in Portimao und Valencia. Auch am Moto2-Test in Jerez, der Ende November stattfand, konnte er nicht teilnehmen.
Mit dabei war der 20-Jährige jedoch bei der FIM-Gala in Lausanne, wo Anfang Dezember die Weltmeister der Saison 2025 geehrt wurden. «Ich fühle mich von Tag zu Tag besser. Ich möchte schon bald bei 100 Prozent sein, um wieder auf das Motorrad zu steigen», meinte Rueda im exklusiven Interview von SPEEDWEEK.com. Stand er nach dem Unfall mit Noah Dettwiler in Kontakt? «Ja, einige Male, denn ich habe ein sehr gutes und freundschaftliches Verhältnis zu ihm.»
Jetzt, mit einigen Wochen Abstand, hat Rueda eine Erklärung dafür, was damals beim Crash genau passierte? «Ich kann mich an gar nichts mehr erinnern – von Sonntag bis Mittwoch danach weiß ich nichts mehr», betonte er.
Wie groß ist der Einfluss des Unfalls auf die Vorbereitung auf seine Rookie-Saison in der Moto2-WM – stellt dies ein massives Problem dar? «Ich denke nicht, dass es ein allzu großes Problem ist. Ich hatte bereits in der Vergangenheit Operationen», stellte Rueda klar. «Ich muss mich einfach bestmöglich erholen, um schnell wieder auf das Bike zu steigen. Ich muss damit fahren und die für mich neue Kategorie verstehen.»
Rueda ist intern aufgestiegen und wird somit auch nächstes Jahr für Red Bull KTM fahren – eines der größten Teams im Moto2-Paddock. Dies bedeutet aber auch Druck. «Ich mache mir da mehr Druck als das Team», winkte er ab. «Aber Red Bull KTM war mein Traum-Team, als ich als Kind von der Motorrad-Weltmeisterschaft geträumt habe. Für mich war der Gewinn des Titels mit diesem Team sehr speziell – ich werde mich mein ganzes Leben gerne daran erinnern. Für mich ist ein Traum wahr geworden.»
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