Sauber: Neue Aufhängung für Monaco-GP

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Adrian Sutil: ««Ich habe gute Erinnerungen an die Rennen in Monte Carlo, da ich dort in fast jedem Jahr Punkte geholt habe»

Adrian Sutil: ««Ich habe gute Erinnerungen an die Rennen in Monte Carlo, da ich dort in fast jedem Jahr Punkte geholt habe»

Hoffnung für das Sauber-Duo Adrian Sutil und Esteban Gutiérrez: Der Schweizer Rennstall will im Monaco-GP mit neuen aerodynamischen Teilen und Verbesserungen an den Aufhängungen ausrücken.

Der Grosse Preis von Monaco ist nicht nur der prestigeträchtigste aller Grands Prix sondern auch der aussergewöhnlichste. Auf dem Strassenkurs im Fürstentum steht nicht die reine Motorleistung im Vordergrund, sondern möglichst hoher Abtrieb, guter mechanischer Grip und vor allem das Können der Piloten.

Sowohl Esteban Gutiérrez als auch Adrian Sutil freuen sich auf den Event, auf das sich das Sauber-Team in dieser Woche beim Test in Barcelona vorbereitet hat. Im Mittelpunkt standen dabei das Feintuning des Aerodynamik-Pakets sowie Entwicklungsarbeit an den Aufhängungen.

Adrian Sutil erklärt: «Der Grosse Preis von Monaco ist jedes Jahr ein grosses Ereignis. Ich mag die Strecke besonders gerne. Für uns ist das Wichtigste, dass das Auto dort gut funktioniert, und dass wir eine starke Leistung zeigen können. Mein Ziel ist ganz klar, mit ein paar Punkten nach Hause zu fahren.» Der Pilot mit der Startnummer 99 verrät: «Ich habe gute Erinnerungen an die Rennen in Monte Carlo, da ich dort in fast jedem Jahr Punkte geholt habe. Im letzten Jahr war es ein spannendes Rennen, bei dem ich am Ende als Fünfter ins Ziel kam. Ich freue mich auf das Wochenende, es ist immer ein besonderer Grand Prix.»

Auch Sutils Teamkollege Esteban Gutiérrez freut sich schon: «Der Strassenkurs in Monaco ist speziell und zugleich eine meiner Lieblingsstrecken im Kalender. Da es viele langsame Kurven gibt, brauchen wir dort ein Auto, das stabil auf der Hinterachse ist. Unser Fokus wird darauf gerichtet sein, unsere Probleme auszumerzen und sicherzustellen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Was ich in Monaco besonders mag, ist die Tatsache, dass es ein enger Kurs ist. Es ist eine grosse Herausforderung, da es dort keine Auslaufzonen gibt und man auf einer perfekten Runde sehr knapp an die Leitplanken heranfährt. Je näher man kommt, desto mehr geht man ans Limit. Rennen fahren in den Strassen von Monte Carlo ist sehr aufregend und immer ein besonderes Gefühl.»

Giampaolo Dall’Ara, der das Ingenieurs-Team der Schweizer an der Rennstrecke leitet, fügt an: «Das Rennen in Monaco hat einen einzigartigen Charakter und ist sowohl für die Fahrer als auch für die Ingenieure eine besondere Herausforderung. Im Streben nach guten Rundenzeiten wird unser Hauptaugenmerk auf hohem mechanischem Grip sowie auf einer guten Stabilität im Heckbereich liegen. Die maximale Leistung des Antriebsstrangs spielt hier eine untergeordnete Rolle, dagegen werden eine harmonische Drehmomententfaltung und eine gute Fahrbarkeit sehr wichtig sein. Nach dem Test von dieser Woche in Barcelona sind wir zuversichtlich, einen weiteren Schritt gemacht zu haben. Wir werden einige aerodynamische Verbesserungen sowie Modifikationen der Aufhängung am Auto haben.»

Der 45-jährige Italiener weiss: «Gleich wie in der Vergangenheit stellt Pirelli hier die weichen und die superweichen Reifen zur Verfügung. In den vergangenen Jahren konnte man immer wieder feststellen, wie die Piloten ihre Fahrweise so anpassten, dass es ihnen möglich war, mit einem einzigen Boxenstopp über die Runden zu kommen. Aufgrund der kaum vorhandenen Überholmöglichkeiten spielt das Qualifying eine besonders wichtige Rolle.»

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