Simona de Silvestro: Welche Rolle hat sie bei Sauber?

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Simona De Silvestro

Simona De Silvestro

Um Sergej Sirotkin ist es ruhig geworden. Eigentlich hätte der junge Russe in diesem Jahr im Sauber sitzen sollen, jetzt könnte aber die Schweizerin Simona De Silvestro ihm langfristig den Rang ablaufen.

Eines der großen Themen im vergangenen Jahr war die Rettung des Sauber-Rennstalls durch finanzkräftige russische Investoren. An die Zahlungen war aber auch ein Einsatz von Sergej Sirotkin, dem Rennen fahrenden Sohn eines der Geschäftsführer aus Russland geknüpft. Nun ist aber schon seit Monaten weder von russischen Investitionen noch von Sirotkin noch etwas zu hören. Dafür gab das Team zu Beginn des Jahres die Schweizerin Simona De Silvestro als «Affiliated Driver» bekannt.

Dank ihrer Sponsoren konnte die ehemalige IndyCar-Pilotin im April bereits eine erste Testfahrt in Fiorano absolvieren und drehte heute auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia in einem Sauber C31 von 2012 ihre Runden. Man wolle die 25-Jährige langsam auf die Formel 1 vorbereiten, sagte Teamchefin Monisha Kaltenborn schon vor ein paar Monaten.

Ursprünglich wollte man das allerdings mit Sergej Sirotkin tun und, obwohl diese Pläne momentan auf Eis gelegt zu sein scheinen, macht sich der 18-Jährige noch keine Sorgen. Er konzentriert sich auf seine Saison in der Formel Renault 3.5. «Ich habe immer gesagt, dass ich nichts in den Vordergrund stelle, was meine Arbeit in dieser Meisterschaft beeinträchtigen könnte», sagte Sirotkin der russischen Website f1news.ru.

«Das mag zwar wie eine Flaute aussehen, aber ich bin in Kontakt mit Sauber», betonte er. «Einige weitere Schritte wurden bereits festgelegt, über andere kann ich noch nicht sprechen, solange Sauber keine offizielle Erklärung gibt. Wie auch immer, es macht keinen Sinn, darüber zu reden, da ich voll in der Wold Series engagiert bin.»

Inzwischen steht auch Sirotkins Einsatz beim Freien Training in Sotschi in den Sternen, obwohl der aus Marketinggründen geplant war. «Ich sollte in Freien Trainings fahren, nicht nur in Sotschi», sagte er weiter. «Die Frage ist aber offen. Natürlich wäre Sotschi aus Marketinggründen und auch im Interesse des Publikums logisch, ich kann aber nicht sagen, ob es in Sotschi oder woanders passieren wird.»

Dafür scheint Simona De Silvestro umso aktiver zu sein. «Sauber hat einen dritten Fahrer, Giedo van der Garde, es gibt einen Testfahrer, mich, und einen Affiliated Driver, der sie helfen, das Level der Formel 1 zu erreichen», erklärte Sirotkin weiter. «Ich glaube, es ist mehr eine Marketing-Masche und, dass ich da keine Angst haben muss. Mal sehen, was als nächstes passiert.»

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