Mercedes: Wolff verspricht bessere Boxenstopps

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Platz 2 war in Österreich für Lewis Hamilton das Maximum

Platz 2 war in Österreich für Lewis Hamilton das Maximum

Toto Wolff gibt zu, dass die Strategie bei Lewis Hamiltons Boxenstopps in Österreich vielleicht etwas zu konservativ war, ist aber sicher, dass sie keine Auswirkung auf das Ergebnis hatte.

Im Vergleich zu Nico Rosberg verlor Lewis Hamilton beim Grand Prix von Österreich fast zwei Sekunden in der Box. Am Ende überquerte er die Ziellinie 1,9 Sekunden hinter seinem Teamkollegen. Nach dem Rennen gestand der Brite, dass seine Parkposition beim ersten Stopp vielleicht vielleicht nicht ganz perfekt gewesen sei, aber sein Chef Toto Wolff gab auch zu, dass man bei Hamilton auch etwas auf Nummer sicher gegangen war und, dass die Boxenstopps ein Gebiet seien, auf dem sich das Team noch verbessern müsse.

«Die Boxenstopps waren sicher nicht auf dem Level, auf dem sie sein sollten», sagte der Wiener bei ESPN. «Wir waren immer auf der konservativen Seite, denn wir hatten einen ziemlichen Vorsprung auf die anderen Teams und wollten den mit einem 'Unsafe Release' nicht verschenken. Das ist vielleicht ein Punkt, den wir näher betrachten und etwas aggressiver sein sollten, wenn die anderen Teams näherkommen.»

In Österreich hätte man Hamilton jedoch zuerst an die Box gerufen, obwohl er hinter Rosberg lag, betonte Wolff. «Normalerweise kommt das führende Auto zuerst an die Box. In diesem Fall holten wir Lewis aber rein, damit er Valtteri überholen konnte, also hat er von der Strategie profitiert, obwohl er auf der Strecke Zweiter war.»

Einige Fans wollten bei Mercedes zwar ein faules Spiel gesehen haben, Wolff betonte aber, man dürfe nicht vergessen, dass der Dreher im Qualifying Hamiltons Rennen schon vor dem Start fast ruiniert habe. «Er hat das Rennen schon im Qualifying verloren», sagte Wolff. «Durch einen tollen Start und eine großartige erste Runde hat er aber sehr viel wieder gutgemacht. Bei all unseren Berechnungen war Platz zwei das beste mögliche Ergebnis für ihn und den hat er auch erreicht.»

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