Alonso besorgt, Honda-Chef zu Aston Martin: «Das kann nicht so weitergehen»
Formel-1-Champion Fernando Alonso (Aston Martin) muss sich auf einen weiteren Schlag in die Magengrube gefasst machen: Honda gibt zu, dass es am China-GP-Wochenende keine Verbesserung geben wird.
Der Aston Martin AMR26-Honda, der erste Rennwagen unter Leitung des genialen Adrian Newey, war bei den Wintertests in Bahrain eine Riesen-Enttäuschung – der Motor ist zu schwach, der Wagen blieb immer wieder stehen, eine unfassbare Klatsche.
Ikuo Takeishi, Geschäftsleiter der Honda Racing Corporation (HRC) musste zugeben: «Während der Tests haben wir ungewöhnliche Vibrationen festgestellt. Ich glaube, dass die Hauptursache für das Problem darin lag, dass diese Vibrationen zu Schäden am Batteriesystem geführt haben.»
«Auf Antriebsstrangseite wird die Ursache untersucht und an Gegenmassnahmen gearbeitet, während wir gleichzeitig auf einem Prüfstand in Sakura das ganze Auto in der Simulation haben, um die Schwingungen zu analysieren und dagegen vorzugehen.»
Ergebnis in Australien: Das Team hatte vier Batterien dabei, zwei davon waren schon bald nicht mehr einsatzfähig, Lance Stroll konnte das Abschlusstraining nicht fahren.
Alonso nach dem Start: Von P17 auf P10
Fernando Alonso tauchte beim Saisonauftakt kurz nach dem Start (von P17 kommend) auf Rang 10 auf, die dann aber zurück, später aus.
Der nächste Tiefschlag folgt nun: Honda gibt zu, dass es für das kommende GP-Wochenende von China keine Besserung geben wird.
Koji Watanabe, Präsident von HRC: «Wir haben noch nicht entschieden, wie genau wie weiter vorgehen, aber zunächst wollen wir vor dem Grand Prix in Suzuka Massnahmen gegen die Vibrationen umsetzen und an den Punkt kommen, dass wir die Antriebseinheit problemlos einsetzen können.»
Der Grosse Preis von Japan ist für Honda das wichtigste Rennen des Jahres, vor eigenem Publikum kann sich das Unternehmen eine Blamage nicht leisten.
HRC-Präsident Watanabe: «Das kann nicht so weitergehen»
Watanabe weiter: «Wir geben im Motorenwerk von Sakura das Beste, um unser Ziel zu erreichen, aber es wird auch wichtig sein, die Zusammenarbeit mit Silverstone (Hauptsitz des Rennstalls von Aston Martin, M.B.) weiter zu vertiefen. Als verantwortliche Führungskraft liegt es an mir, die Organisation zu stärken.»
«Wir müssen darüber nachdenken, welche Bereiche wir stärken müssen, welche Entscheidungsbefugnisse wir benötigen und wie wir mit Aston Martin besser zusammenarbeiten können. Die gegenwärtige Beziehung mit Aston Martin kann nicht so weitergehen.»
«Wir müssen die Entwicklung beschleunigen, und das bedeutet nicht nur, die Leistung der Antriebseinheit zu erhöhen. Es geht darum, wie wir sie mit dem Auto als Einheit entwickeln. Wir müssen als Mannschaft arbeiten.»
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