Entlassungswelle bei Caterham: Wer alles gehen muss

Von Mathias Brunner
Formel 1
Alexander Rossi verlässt Caterham

Alexander Rossi verlässt Caterham

Alexander Rossi hat die Trennung von Caterham bestätigt. Der junge US-Amerikaner will ab 2016 im Rennstall seines Landsmanns Gene Haas fahren. Wir sagen, wer sonst noch geht.

Die Entlassungswelle bei Caterham wirft in England hohe Wellen, selbst wenn viele Namen den meisten Grand-Prix-Fans wenig sagen. Der prominenteste bislang bestätigte Abgänger ist Alexander Rossi (22), seit 2011 als Testfahrer in Diensten von Caterham und fuhr im Grün der Firma in den Nachwuchskategorien Formel Renault 3.5 und GP2. Der US-Amerikaner war bislang offizieller Reservefahrer und nahm an einigen Freitagstrainings teil.

Rossi sagt: «Ich bedanke mich bei Caterham für die Chance, Formel-1-Erfahrung sammeln zu dürfen. Aber nun ist es für meine Karriere richtig, weiter zu ziehen. Mein Ziel bleibt ein Stammplatz im GP-Sport.»

Rossi hat bereits zugegeben, in Verhandlungen mit dem US-Unternehmer Gene Haas zu stehen, der ab 2016 mit einem eigenen Rennstall Formel 1 fahren will.

Caterham: Wer muss gehen?

Der neue Caterham-Berater Colin Kolles hatte erklärt: «Ich ziehe es vor, 200 sichere Jobs zu haben als 300 verlorene. Manchmal muss man eben unpopuläre Entscheidungen treffen.»

Nun sickert aus Leafield durch: Nicht hundert Mitarbeiter müssen ihren Arbeitsplatz räumen, aber immerhin rund fünfzig. Caterham nimmt dazu weiterhin keine Stellung, aber unter den Gekündigten befinden sich angeblich Jody Egginton (der stellvertretende Technikdirektor), Gerry Hughes (der leitende Ingenieur), Lewis Butler (Chefdesigner) sowie Elliot Dason-Barber (Leiter Forschung und Entwicklung).

Technikchef Mark Smith hatte das Team schon im Mai verlassen müssen (als Konsequenz für den katastophal schlechten Saisonbeginn), seither ist dieser Posten unbesetzt. Die technische Leitung übernahm damals ein Komitee aus Egginton, Hughes und John Iley, davon ist nur noch Iley da. Auch Aero-Chef Hari Roberts ist vom Kahlschlag nicht betroffen.

Schon damals spotteten einige im Fahrerlager über die neue Technikführung: «Was ist ein Kamel? Ein Pferd, das von einem Komitee entworfen worden ist.»

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