Tag 2, Aufregung in Sepang: Honda macht ernst, Yamaha steht!
Der zweite Testtag in Sepang rückt bislang die Werke aus Japan in den Mittelpunkt. Während Honda-Pilot Joan Mir das MotoGP-Testfeld anführt, haben die Yamaha-Fahrer allesamt Fahrverbot.
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Erneut spielt das Wetter im Südwesten Malaysias mit. Bei 30 Grad und idealen Testbedingungen ging der Betrieb am zweiten Tag pünktlich um zehn Uhr los. Das Bild auf dem Zeitmonitor nahm im Vergleich zum Vortag schnell ein anderes Bild an. Honda-Pilot Joan Mir, der Tag 1 mit einer 1:57,6 min als vielversprechender Sechster beendete, hat die größte Steigerung. Mir spulte gleich zu Beginn ein Dutzend Runden und unterbot noch vor 11 Uhr als erster Fahrer die Marke von 1:57. Der Mallorquiner belegt einmal die Entwicklung der RC213V – mir ist damit bereits zur Halbzeit des Tests 0,6 s schneller als bei der letzten Qualifying-Runde in Sepang.
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Dahinter – leuchtendes Gelb mit beiden VR46-Piloten, wobei Franco Morbidelli mit seiner 1:56,983 min ebenfalls beeindruckte. Hinter Diggia haben sich nach drei Stunden Testgeschehen nun zwei KTM eingeschossen. Zunächst war es wieder Maverick Viñales, der auf der Tech3-Maschine die beste Pace hatte, doch in Stunde 2 fand auch Acosta nach intensiven 17 Runden eine 1:57,1 und damit Platz 4. Der junge Spanier fährt damit auf dem Zeitniveau von KTM-Tester Pol Espargaró im Finale des Shakedowns.
Hinter den KTM-Piloten wieder ein Paar: Marco Bezzecchi und Trackhouse-Vertreter Raul Fernandez steigerten sich ebenfalls schnell auf tiefe 1:57er-Zeiten. Bemerkenswert ist die Ausdauer von Bezzecchi. Der frisch mit Aprilia weitervermählte war mit 24 Umläufen auf dem 5,543 km langen Kurs bislang der aktivste Pilot. Zufrieden dürfte auch Pecco Bagnaia sein. Nach 13 Runden liegt die Nummer bei einer 1:57,3 min und damit genau eine Sekunde über seinem Streckenrekord.
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Komplett unauffällig: Marc Marquez Zwar spulte der Weltmeister nach gestrigem Paukenschlag-Comeback und Bestzeit 14 Runden ab, doch mit einer 1:58,3 min und Rang 15 trat der Ducati-Werksfahrer nicht in Erscheinung.
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Die eigentliche Nachricht des Vormittags verbreitete allerdings das Yamaha-Lager. Als auch nach über einer Stunde kein M1-Pilot auf der Strecke zu sehen war, war die Vermutung zunächst, dass die Yamaha-Fahrer einige Reifen sparen wollen. Doch gegen 12 Uhr kam auf Nachfrage die Wahrheit ans Licht. Teammanager Massimo Meregalli gestand, dass sich Yamaha entschlossen hat, keinen Piloten testen zu lassen, aufgrund eines potenziellen Sicherheitsproblems im Antrieb.
Im Sinne der Sicherheit: Fahrverbot für die Yamaha-Piloten Unabhängig von dem Unfall Quartararos hatte die Yamaha des Franzosen am Nachmittag Rauchzeichen gegeben. Eine Untersuchung des Motors ergab ein möglicherweise konstruktives Problem am V4-Motor. In Konsequenz ordnete das Werk in Japan ein Fahrverbot bis auf Weiteres an. Damit hat sich der Test für Yamaha erst einmal in einen Albtraum verwandelt. Fabio Quartararo setzt mit gebrochenem Finger aus und die anderen Piloten inklusive Rookie Razgatlioglu haben Pause. Einen kräftigen Sturz gab es auch zu verzeichnen. Alex Marquez flog gegen 12 Uhr ab – wie gestern Quartararo in der schnellen Kurve 5. Der Gresini-Pilot kam ohne schwere Verletzung davon, das Motorrad hingegen benötigt größere Zuwendung. Zum Zeitpunkt des Unfalls lag der Vize auf Platz 12, fuhr allerdings rund eine halbe Sekunde schneller als am Vortag. Insgesamt hat der Speed zugenommen. 13 Piloten liegen unterhalb der 1:58 min – und der Rundenrekord von Bagnaia, der immerhin das Jahr 2025 überstand, wird ernsthaft in Gefahr kommen.
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