Ferrari: Was nützt Moral-Turbo Fernando Alonso?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Marco Mattiacci mit Fernando Alonso

Marco Mattiacci mit Fernando Alonso

Nach viel Prügel für Ferrari, wie im Qualifying mit der Strategie-Blödheit zu Lasten von Räikkönen, schenkt Alonso den Italienern Hoffnung. Und nimmt sie ihnen gleich wieder.

Tenor im Fahrerlager nach dem grandiosen Ungarn-GP: Wer anders als dieser Fernando Alonso hätte trotz des mittelprächtigen Ferrari Rang 2 herausfahren können und beinahe den ersten Sieg der Roten seit Spanien 2013 an Land gezogen?

Aber Alonso war nach dem Rennen eher unterkühlt: «Ich habe schon vor dem Rennen gesagt – um Hoffnungen auf einen Podestplatz zu haben, brauchen wir verrückte Grands Prix. Das war wahrlich ein verrücktes Rennen. Aber damit ist jetzt nicht alles in Ordnung. Wir sind so konkurrenzfähig wie zuvor.»

In Italien wird der Spanier als Moral-Turbo gefeiert. «Ich bin sehr glücklich für unsere Tifosi, dass sie ein starkes Ferrari gesehen haben und sich über einen Podestplatz freuen dürfen», hält Ferrari-Präsident Luca Montezemolo fest.

In Italien wird derweil gespottet: Den wievielten Fernseher mag der temperamentvolle Montezemolo nach der jämmerlichen Darbietung im Abschlusstraining (mehr dazu lesen Sie HIER) wohl aus dem Fenster geschmissen haben?

Teamchef Marco Mattiacci sagt: «Wir haben ein Ferrari voller Charakter gesehen, ein Ferrari, das auf die Probleme im Training reagiert hat. Dies ist wie ein grosser Atemzug von Frischluft, dies ist optimal für die Moral. Auf dieser Basis müssen wir aufbauen, um Ferrari wieder dorthin zu führen, wo der Rennstall hingehört.»

Die grösste Fangemeinde weltweit soll sich über die tolle Dabietung von Alonso und das beste Saisonrennen von Räikkönen freuen dürfen.

Die Probleme bei Ferrari sind daduch aber nicht gelöst.

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