Jules Bianchi: Unfall in Suzuka mit rund 210 km/h

Von Mathias Brunner
Formel 1
Bianchi vor Sutil: Die Verhältnisse in Japan waren extrem

Bianchi vor Sutil: Die Verhältnisse in Japan waren extrem

Der Autoverband FIA geht bei der Unfallermittlung Jules Bianchi gewissenhaft vor. Erkenntnisse werden erst nach genauer Prüfung bekanntgegeben. Das Unfalltempo steht fest.

Wenn ein Pilot schwer verletzt in Krankenhaus liegt, will keiner mit dem Finger auf ihn zeigen. Jules Bianchi kann sich nicht verteidigen, niemand weiss, ob er wieder ganz gesund wird, da wirken Vorwürfe schnell einmal geschmacklos. Aber nicht nur in den sozialen Netzwerken stellen viele Fans die Frage, ob der Marussia-Fahrer eine Mitschuld am Unfall trägt.

Offizielle Unfallbilder hält die FIA unter Verschluss. Einzelheiten aus der Datenaufzeichnung sollen erst nach Abschluss der Untersuchung des Autoverbands veröffentlicht werden. Daher gilt auch als unbestätigt, was im Fahrerlager von Sotschi kolportiert wird: Der Unfall von Jules Bianchi war keine Fotokopie des Ausrutschers von Adrian Sutil. Der Franzose soll auf ein Ausbrechen des Fahrzeugs stärker korrigiert haben – war das vielleicht der Grund für das hohe Tempo, mit dem der Rennwagen von der Bahn abkam?

Über die Geschwindigkeit beim Unfall wurde viel spekuliert. Wer auf dem Filmportal YouTube sucht, findet darauf die Antwort.

Mit einer offiziellen App der Formel 1 lässt sich jeder Fahrer auf jeder Runde verfolgen – samt eingelegten Gängen und Speed. Dabei ist zu sehen: Unmittelbar nach dem Sutil-Unfall passiert Marussia-Fahrer Max Chilton die Stelle mit 230 km/h. Jules Bianchi ist mit etwas mehr als 210 km/h kaum langsamer. Der auf Bianchi folgende Ericsson ist mit rund 220 km/h ebenfalls gefährlich schnell.

Die F1-App für Tablets zeigt auch: Der Unfallsektor war nie grün (dem Flaggensignal jenseits der Unfallstelle zum Trotz), sondern ist nach dem Unfall von Adrian Sutil dauerhaft gelb.

Die gleichen Signale, welche in die App gespiesen werden, erhalten die Piloten auch ins Auto gefunkt. Jules Bianchi wusste also, dass vor ihm Gefahr lauert.

Unter den Sofortmassnahmen, die für Sotschi diskutiert werden, sind: Frühere Einsatz des Safety-Car, Ermahnung an die Fahrer, bei gelben Flaggen mehr Tempo rauszunehmen.

Weblinks

siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Lewis Hamilton tobt: «Hört auf, Scheiss zu erfinden!»

Mathias Brunner
​Der Engländer Lewis Hamilton ist aufgebracht: Der Weltmeister nervt sich über Zeitungsberichte, wonach er von Mercedes ein Jahresgehalt von 40 Millionen Pfund fordere. Lewis: «Hört auf, Scheiss zu erfinden!»
» weiterlesen
 

TV-Programm

Mi. 08.07., 19:00, Eurosport 2
Motorsport: Porsche Supercup
Mi. 08.07., 19:15, ServusTV Österreich
Servus Sport aktuell
Mi. 08.07., 19:35, Motorvision TV
Formula E Street Racers
Mi. 08.07., 20:45, ORF Sport+
Formel 1
Mi. 08.07., 21:10, Sky Sport 2
Formel 1: Großer Preis von Österreich
Mi. 08.07., 21:15, ServusTV
P.M. Wissen
Mi. 08.07., 23:00, Eurosport
Motorsport: FIA-Langstrecken-WM
Mi. 08.07., 23:00, ORF Sport+
Formel 3
Mi. 08.07., 23:15, Hamburg 1
car port
Mi. 08.07., 23:30, ORF Sport+
Formula E Street Racers
» zum TV-Programm