Zarco über Marquez: «Marc würde mit unserem Motorrad in den Top-5 sein!»
LCR-Honda-Pilot Johann Zarco ist zuversichtlich, beim Thailand-GP gut abschneiden zu können. Marc Marquez wäre damit noch schneller. Welche Gemeinsamkeiten MotoGP-Bikes und Schuhe haben.
Beim Sepang-Test hatte LCR-Honda-Pilot Johann Zarco seine Schwierigkeiten, mit der neuesten Ausbaustufe der RC213V ein gutes Gefühl zu finden. Nach und nach wurde es jedoch besser. In Buriram verbesserte sich der Routinier weiter, vor allem habe man sehr viele Informationen gesammelt – um herauszufinden, was er braucht, um aus dem japanischen Bike das Maximum herauszuholen.
Auch Rang 14 in der kombinierten Zeitenliste – 0,8 sec hinter der Bestzeit von Aprilia-Held Marco Bezzecchi – konnte Zarcos Laune nicht verderben. «Der Test-Sonntag war positiv. Nach fünf Testtagen hatte ich ein besseres Gefühl. Ich merkte, dass das Motorrad konkurrenzfähig ist – viel mehr als in den vergangenen Jahren. Ich habe mich damit aber immer noch nicht sehr komfortabel gefühlt», erklärte der 35-Jährige am Donnerstag vor dem Thailand-GP. Er stellte einen interessanten Vergleich an: «Es ist wie bei Schuhen: Du kannst viele ausprobieren, aber solange du den Stein aus deinem Schuh nicht entfernst, wirst du immer Schmerzen haben. Das war sinnbildlich für meinen Test. Am letzten Tag konnten wir diesen Stein entfernen», lachte Zarco. «Danach kam die Freude auf dem Motorrad. Mein Long-Run war besser als erwartet, wir haben eine gute Chance, um großartige Dinge zu erreichen. Was wir aber noch verbessern müssen, ist die Pace in den letzten Runden. Wegen des Reifenverschleisses verlieren wir zu viel Performance. Wir haben am Freitag aber die Möglichkeit, einen weiteren Schritt zu machen und diesen Bereich zu verbessern – ich hoffe, dass und das gelingt. Falls es nicht klappt, wäre dies auch kein großes Drama.»
Johann Zarco: «Müssen so gut wie Marc sein!»
Seine Markenkollegen Joan Mir und Luca Marini haben nach den Vorsaisontests ebenfalls ein gutes Gefühl. MotoGP-Rookie Diogo Moreira braucht noch etwas Zeit, um sich and die Königsklasse zu gewöhnen. Was rechnet sich der Franzose für den Thailand-GP aus? «Ich denke, dass drei Honda in Top-10 sein können. Wenn man Marc (Marquez) jetzt auf unser Motorrad setzen würde, dann wäre er damit in den Top-5», stellte Zarco eine spannende Überlegung an. «Somit müssen wir so gut wie Marc sein, um in die Top-5 zu kommen.»
Wie schwierig ist es, die Honda, die bereits über eine gute Basis verfügt, im Detail zu verbessern? Wie sensibel ist das japanische Motorrad? «Für mich ist jedes Bike sensibel, nicht nur die Honda», stellte Zarco klar. «Die Japaner sind aber beeindruckend gut, was die Detailarbeit angeht. Wenn unsere Basis von Beginn bis zum Ende der Saison stabil ist, dann können wir größere Verbesserungen erzielen als erwartet. Honda hat all die Ingenieure, um die kleinen Dinge zu finden.»
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