Mercedes-Talent Kimi Antonelli: Bereits ein Kandidat für den WM-Titel 2026?
Kimi Antonelli hat gerade mal eine Saison in der Formel 1 bestritten. Der frühere GP-Pilot und heutige Sky-Experte Ralf Schumacher ist dennoch überzeugt: Der Mercedes-Pilot zählt zu den WM-Favoriten.
Noch hat die Formel-1-WM 2026 nicht begonnen, dennoch wird bereits über die Favoriten für die anstehende Saison diskutiert. Natürlich zählen viele den aktuellen Weltmeister Lando Norris dazu, und auch mit dem vierfachen Weltmeister Max Verstappen ist immer zu rechnen, wie der Red Bull Racing-Star in der Vergangenheit immer wieder bewiesen hat.
Nach den Vorsaison-Testfahrten sehen viele auch die Ferrari-Stars Charles Leclerc und Lewis Hamilton in der Spitzengruppe, denn die Roten haben sich in starker Form präsentiert. Geht es nach Ralf Schumacher, gehört auch Kimi Antonelli in die Gruppe der WM-Favoriten für dieses Jahr, obwohl der Mercedes-Nachwuchsstar erst eine Saison in der Formel 1 bestritten hat.
Der frühere GP-Pilot und heutige TV-Experte erläutert im Rahmen einer Sky-Sport-Presserunde: «Ich finde, er hat in der zweiten Jahreshälfte eine unglaubliche Entwicklung gemacht, auch im Verhältnis zu seinem Teamkollegen. Und er ist auch jemand, der sich offensichtlich sehr gut auf neue Situationen sehr gut einstellen kann, das hat er zum Schluss auf neuen Rennstrecken bewiesen. Darüber hinaus glaube ich, dass ihm das neue Konzept liegt.»
Vorteil für junge Fahrer
Tatsächlich sei das junge Alter und der überschaubare Erfahrungsschatz ein Vorteil, betont der Deutsche, der zwischen 1997 und 2007 sechs GP-Siege erobert hat. «Er ist ein Fahrer, der noch offener ist, weil er viel jünger ist. Er kann sich auf die Problematik einlassen und hört auf seinen Ingenieur. Er fragt nicht, sondern macht, was ihm gesagt wird. Das ist so eine Sache, mit der sich ein älterer Fahrer vielleicht schwerer tut, darüber haben wir ja schon oft gesprochen. Ein Fahrer wie Lewis Hamilton, der schon länger dabei ist, sucht immer nach seinem perfekten Gefühl und nicht nach dem Limit des Autos.»
Antonelli sei in der zweiten Saisonhälfte des vergangenen Jahres tendenziell besser als sein deutlich erfahrenerer Teamkollege George Russell gewesen, betont der Sky-Experte. «Deshalb traue ich ihm das zu. Ich habe ihn beim Fahren gesehen, und das war eine wirklich gute Einheit. Und deshalb habe ich gesagt, der hat echt die Chance, seinen Teamkollegen zu schlagen. Meines Erachtens war der Mercedes auch ein ganzes Stück weit vorne. Daher kam die These, aber natürlich kann ich mich auch vertun», erklärte der 50-Jährige, der ausserdem «die üblichen Verdächtigen» vorne sieht.
«Witzigerweise kann ich den McLaren gar nicht einschätzen, weil ich da gar nicht so sicher bin, da sie auch im letzten Jahr das eine oder andere Mal mit einem guten Auto wirklich Schwierigkeiten hatten. Der Ferrari ist auf jeden Fall auch gelungen, das Gleiche gilt auch für Red Bull Racing, aber ich glaube, da ist man noch ein bisschen vorsichtig, alles zu zeigen. Aber ansonsten sehe ich keine grossen Überraschungen», ergänzt der 27-fache GP-Podeststürmer.
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