Sind die GP-Starts ein Sicherheitsrisiko? Das sagen die Formel-1-Teamchefs
Da die Fahrer beim GP-Start unterschiedlich schnell losfahren, wurden Sicherheitsbedenken laut. Die FIA hat darauf reagiert und die Prozedur versuchsweise angepasst. Das sagen die Teamchefs dazu.
Sind die Formel-1-Starts in der neuen Fahrzeuggeneration zu gefährlich? Diese Frage wurde während der Bahrain-Testfahrten laut, nachdem Franco Colapinto bei einem Probelauf in der ersten Kurve stehen blieb. Das Problem: Die Fahrer müssen mehrere Sekunden lang Gas geben, um den Ladedruck auf das fürs flotte Losfahren erforderliche Niveau zu bringen. Wer hier nicht richtig arbeitet, riskiert langsam wegzukommen oder die Aktivierung des Anti-Stall-Modus.
Es gehe um die Sicherheit, warnte etwa McLaren-Teamchef Andrea Stella. «Es gibt Themen, die wichtiger sind als der Wettbewerb. Und für mich ist es selbstverständlich, dass man einfache Anpassungen vornimmt, mit denen die Sicherheit in der Startaufstellung verbessert werden kann.»
Die Verantwortlichen des Sports reagierten, sie passten in der zweiten Bahrain-Testwoche die Prozedur an und aktivierten vor dem Aufleuchten der üblichen roten Lichtern der Startampel fünf Sekunden lang blaue Warnleuchten. Damit bekamen die Fahrer mehr Zeit, um sich aufs Losfahren vorzubereiten.
So ganz zufrieden war Stella damit aber nicht: «Die Startperformance fällt immer noch unterschiedlich aus», hielt der McLaren-Teamchef fest. Anders sieht das Ayao Komatsu. Der TGR-Haas-Teamchef sagt: «Wenn man sich die Startübungen anschaut, dann sieht man, dass es sehr gut funktioniert hat mit der 5-Sekunden-Warnung. Die Fahrer, die da mitgemacht haben, legten vernünftige Starts hin. Ich würde Andrea zustimmen, dass es vielleicht ein Sicherheitsrisiko geben könnte, wenn wir die fünf Zusatzsekunden nicht hätten. Aber so sehe ich überhaupt kein Risiko in dieser Hinsicht.»
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