Ron Dennis: Honda – 30 Prüfstände, Bett für Techniker

Von Rob La Salle
Formel 1
Fernando Alonso und Ron Dennis

Fernando Alonso und Ron Dennis

McLaren-Teamchef Ron Dennis ist beeindruckt, wie sich Honda im Motorenwerk von Sakura in die Arbeit kniet: 30 Prüfstände laufen, es gibt sogar Einrichtungen für schlafbedürftige Ingenieure!

Der erste Test des alten-neuen Bündnisses von McLaren-Honda in Abu Dhabi war ein Fiasko: Testfahrer Stoffel Vandoorne gelang an zwei Tagen auf dem Yas Marina Circuit nicht eine gezeitete Runde. Die Blamage steht im umgekehrt proportionalen Verhältnis dazu, was Honda in Japan alles aufgegleist hat, um mit McLaren ein neues Erfolgskapitel zu schreiben. McLaren-Chef Ron Dennis und Fernando Alonso kehrten tief beeindruckt aus Japan zurück.

Der zweifache Formel-1-Champion aus Spanien sagt: «Ich glaube, hier werden derzeit alle Puzzleteile zusammengesetzt, um eine neue, erfolgreiche Partnerschaft zu bilden. McLaren und Honda kennen sich bereits, beide Seiten wissen, was zu tun ist, um wieder Erfolg zu haben. Ich bin vor allem von der Hingabe der japanischen Fachleute tief beeindruckt. Ihre Entschlossenheit ist herausragend, und ich empfinde es als grosse Ehre, mit ihnen arbeiten zu dürfen.»

Ron Dennis vertieft gegenüber ESPN: «Die Leistungsfähigkeit des neuen Honda-Motors ist bereits ziemlich eindrucksvoll, ohne jetzt in Details zu gehen, nun steht im Vordergrund, Termine zu erfüllen und die Standfestigkeit in den Griff zu bekommen.

Entworfen und gebaut werden die japanischen Kraftpakete im Werk von Sakura. Ron Dennis weiter: «Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von Sakura ist sehr eindrucksvoll. Die Anlage liegt eine gute Stunde von Tokio entfernt und wurde auf einer grünen Wiese gebaut. Einige der führenden Techniker mussten samt Familie umziehen, um dort zu arbeiten. Das sind keine einfachen Entscheidungen – das Werk recht weit entfernt von den anderen zu errichten und dann die ganzen Techniker dorthin zu bringen. Aber das allein zeigt die Hingabe dieser Menschen.»

«Was mir auch tiefen Eindruck gemacht hat, ist ihre Mission Control. Wir bei McLaren haben ja auch einen solchen Kontrollraum, wo Techniker sitzen und Training und Rennen in Echtzeit verfolgen, um mit Rat zur Seite zu stehen. In Japan gibt es eine ähnliche Einrichtung, aber hier müssen wir die Zeitumstellung im Auge behalten, die bei den meisten Grands Prix auf die Japaner zukommt. Also wurden nicht nur 50 voll vernetzte Arbeitsplätze eingerichtet, sondern es gibt für diese Techniker auch ein Restaurant sowie Schlafplätze. An so etwas zu denken, hat mir fast mehr Eindruck gemacht als die Tatsache, dass wir dreissig Motorenprüfstände haben, die nach dem jüngsten Stand der Technik eingerichtet sind.»

Die Probleme von Abu Dhabi gelten als gelöst. McLaren-Sportchef Eric Boullier bei den Kollegen von GPUpdate: «Das Team arbeitete eine Woche hart daran, die Gründe für die Probleme von Abu Dhabi zu finden, und sie haben auch alles klären können. Wir haben schon einen Plan aufgestellt und konnten auch schon einige Probleme aus der Welt schaffen. Es handelte sich nicht um ein einzelnes Problem. Wir hatten Hardware-Probleme, die zu falschen Software-Codes führten. Wir mussten also zuerst das Hardware-System hinbekommen, bevor wir uns den Schwierigkeiten auf der Software-Ebene widmen konnten.»

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