Mercedes – Ferrari: Neuer Motor für Hamilton, Rosberg

Von Mathias Brunner
Ferrari gegen Mercedes, Vettel gegen Rosberg

Ferrari gegen Mercedes, Vettel gegen Rosberg

Formel-1-Weltmeister Mercedes wird in Kanada für Lewis Hamilton und Nico Rosberg den zweiten von vier erlaubten Motoren einbauen. Bei der Entwicklung wird mehr Standfestigkeit angestrebt.

Ferrari will beim kommenden Kanada-GP in Montreal nachlegen: Entwicklungen in den Bereichen Kolben, Nockenwellen, Brennkammern. Damit könnten vier, vielleicht sogar fünf der Ferrari für dieses Jahr noch zur Verfügung stehenden zehn Wertmarken zur Entwicklung des Motors verbraucht werden. Zur Erinnerung: Mercedes kann nur noch sieben Wertmarken in die Waagschale werfen.

Zusammen mit Ferrari hat auch Shell gearbeitet: ein neuer Sprit wird helfen, den Verbrauch zu senken und die Leistung zu erhöhen. Insgesamt will Ferrari um 20 bis 30 PS zulegen und damit auf jenes Niveau von mindestens 820 PS kommen, auf dem sich Mercedes derzeit bewegt. Die zweite Evostufe des Jahres wird Ferrari dann anfangs September zum Heimrennen in Monza zünden.

Was macht Mercedes?

Lewis Hamilton und Nico Rosberg erhalten in Montreal den zweiten Motor von vier 2015 erlaubten Antriebseinheiten. Aus England sickert durch: an Wertmarken wird Mercedes nichts verbrauchen, die Abteilung unter Projektleiter Andy Cowell arbeitet ausschliesslich an der Verbesserung der Standfestigkeit.

Pfiffige Leser werden nun einwenden: Sind die Motoren von Hamilton und Rosberg bis einschliesslich des sechsten Rennens nicht tadellos gelaufen?

Nicht ganz: bei Hamilton musste die Steuerelektronik ersetzt werden, vor allem jedoch kam es beim baugleichen Motor im Force India von Nico Hülkenberg zu einem Kolbendefekt, worauf die Mercedes-Spezialisten reagieren mussten.

Heute steht Mercedes ausgezeichnet da: keine Wertmarken angerührt, Standfestigkeit verbessert, genügend Spielraum, um einem erstarkten Ferrari im späteren Verlauf der Saison die Stirn zu bieten.

Andy Cowell über das Vorgehen der Weltmeister: «Unser Ziel bestand immer darin, beim Saisonbeginn in Australien das bestmögliche Aggregat zu haben. Wir haben also tüchtig Gas gegeben, um alle angestrebten Verbesserungen schon bein den drei Wintertests und später in Melbourne im Rennen zu haben. Es ist nicht so, dass wir gewisse Entwicklungen auf die lange Bank schieben wollten. Den Motor für Australien so fertig zu haben, wie das von Beginn an gedacht war, macht es auch einfacher, die erhöhte Langlebigkeit der Triebwerke sicherzustellen und ihre Einsätze zu koordinieren.»

«Wir hatten keine ideale Saison in Sachen Standfestigkeit. Wir wollen 2015 nicht nochmals Punkte herschenken wie vor einem Jahr. Dazu stand jedes einzelne Teil des Motors auf dem Prüfstand.»

«In Sachen Leistung haben wir uns im Winter nicht zurückgelehnt und gesagt: «Wir müssen nichts machen, schliesslich sind wir ja die Besten.» Wir haben jeden Bereich des Motors unter die Lupe genommen, um mehr Leistung zu finden – wir haben die Verbrennungseffizienz optimiert, wir verwenden andere Öle, um die innere Reibung zu verringern, wir haben die Kühlung verbessert, nicht nur dank anderer Hardware, sondern auch dank anderer Kühlmittel und Schmierstoffe, der V6-Motor wurde noch besser ins Auto eingepasst, dazu gehört auch, dass wir mit dem Gewicht weiter herunter gekommen sind. Alles in allem gibt es nur sehr wenige Teile, die wir von 2014 übernommen haben.»

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