US-Milliardär und Katar: Anteile an der Formel 1?

Von Adam Cooper
Formel 1
Stephen M. Ross

Stephen M. Ross

Der US-amerikanische Unternehmer Stephen M. Ross und die Regierung von Katar wollen gemäss eines Berichts der «Financial Times» gross in den Formel-1-Sport einsteigen.

Die «Financial Times» berichtet: Die US-amerikanische Investmentfirma «RSE Ventures», 2012 vom Milliardär Stephen M. Ross gegründet, und die Regierung von Katar stünden kurz davor, mit einer Beteiligung von 35,5 Prozent in den Formel-1-Sport einzusteigen.

Eigentümer der Formel 1 ist die Firma «CVC Capital Partners», eine der zehn grössten Kaptitalbeteiligungsgesellschaften der Welt. CVC erwarb 2005 die Mehrheit der Anteile am Unternehmen SLEC Holdings. SLEC ist das Holdingunternehmen jener Unternehmensgruppe, welche die Formel 1 betreibt, inklusive der Firma «Formula One Administration», Eigentümerin der sportlichen Verwertungsrechte an der Formel 1. Seit Jahren halten sich Gerüchte, wonach CVC die Formel 1 schrittweise ganz abstossen wolle. 2012 wurden tatsächlich die ersten Anteile verkauft, an Black Rock, die Norges-Bank sowie an Waddell & Reed – für rund 1,6 Milliarden Dollar.

Wie die «Financial Times» nun schreibt, habe sich der auf ein Vermögen von 4,8 Milliarden Dollar geschätzte Investor Ross mit der Regierung von Katar zusammen getan, genauer: mit der Firma «Qatar Sports Investments», um in die Formel 1 einzusteigen. Für gut einen Drittel Anteile solle ein Betrag zwischen 7 und 8 Milliarden Dollar geboten worden sein, im Moment laufe eine Unternehmungsbewertung von Wirtschaftsfachleuten.

Der 75 Jahre alte Stephen M. Ross ist unter anderem Besitzer des American-Football-Klubs Miami Dolphins, aber auch die Firma «FanVision», welche Handbildschirme herstellt, mit welcher sich Sportanlässe verfolgen lassen. Bis vor zwei Jahren war FanVision in der Formel 1 vertreten.

«Qatar Sports Investments» (QSI) gehört unter anderem der Fussballklub Paris Saint-Germain, QSI wiederum gehört der «Qatar Investment Authority», dem Staatsfonds des arabischen Landes, der seinerseits beispielsweise 17 Prozent Anteile an der Volkswagen-Gruppe hält.

Die Beteiligung in der Formel 1 soll mit einem Grossen Preis von Katar verbunden sein. Schon im Februar hatte der frühere Rallye-Fahrer und heutige FIA-Vizepräsident Nasser bin Khalifa al-Attiyah festgehalten, die Unterzeichnung zur Austragung eines dritten WM-Laufs im Mittleren Osten (neben Bahrain und Abu Dhabi) sei nur noch eine Frage der Zeit.

Die Firma «RSE Ventures» teilt auf Anfrage mit, sie habe zum Thema Formel 1 «derzeit nichts zu kommentieren».

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