Ron Dennis zu Eddie Jordan: «Jedes Dorf hat Trottel»

Von Mathias Brunner
Ron Dennis

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Busenfreunde werden McLaren-Chef Ron Dennis (68) und der frühere Formel-1-Rennstallbesitzer Eddie Jordan (67) wohl nicht mehr. Dennis kontert auf die Kritik von Jordan.

Vor wenigen Tagen hat Eddie Jordan – nicht eben auf den Mund gefallen – nicht mit Kritik an McLaren-Chef Ron Dennis gespart. Der Irländer hat geätzt: «McLaren ist doch nur noch ein Schatten ihrer selbst, seit sie damals hochmütig festgestellt haben, Lewis Hamilton werde den Tag noch bereuen, an dem er sich für Mercedes entschlossen habe. Und nun schaut mal, wo heute Mercedes ist und wo McLaren. Die Arroganz hat sich an der Spitze von McLaren fest eingenistet, sie liegen rettungslos zurück, und jeder, der nun sagt, das liege nur am Motor, der macht sich etwas vor. Der Motor ist das eine, aber sicher nicht das einzige Problem dort.»

«Meine Meinung – seit McLaren angefangen hat, Strassenautos zu bauen, haben sie ein wenig die Formel 1 aus den Augen verloren. Ich wäre wirklich überrascht, wenn sie einem WM-Titel nochmals nahe kommen, so lange sie Sportwagen bauen. McLaren-Chef Ron Dennis hat Teamchef Martin Whitmarsh entlassen. Aber ich finde, Whitmarsh hat das Team nie so schlecht geführt wie Ron Dennis heute.»

Die Kritik ging um die Welt, und durchaus nicht alle im Formel-1-Fahrerlager sind der Ansicht, dass Jordan hier aus persönlichen Gründen Hanebüchenes verbreitet. Niemand kann bestreiten, dass sich McLaren in einer Krise befindet – der letzte beste Rennrunde geht auf 2013 zurück, die letzte Pole-Position und der letzte Sieg auf 2012, jenes Jahr also, als noch Lewis Hamilton im Team war. Nur ein Zufall?

So oder so holt Ron Dennis nun zum Gegenschlag aus. Im Gespräch mit den britischen Kollegen der Sky sagt der Engländer über Eddie Jordan: «Ich sehe die Formel 1 als eine grosse Familie. Und eine Familie lebt in der Regel gemeinsam in einem Dorf, und jeden Dorf hat nun mal seinen Dorftrottel.»

«Er passt perfekt in diese Rolle hinein. Aber ich finde, er ist teilweise von der Realität ein wenig abgekoppelt. Er will halt einfach der bunte Hund sein. Aber mich stört, dass er dies oft auf Kosten anderer tut.»

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