Jolyon Palmer: «Lotus-Kauf von Renault noch aktuell»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Jolyon Palmer: «Die Formel 1 liegt unserer Familie im Blut. Das ist schon etwas ganz Besonderes für mich»

Jolyon Palmer: «Die Formel 1 liegt unserer Familie im Blut. Das ist schon etwas ganz Besonderes für mich»

2016 darf Lotus-Reservist Jolyon Palmer als Formel-1-Stammpilot angreifen. Der Sohn des früheren GP-Fahrers Jonathan Palmer spricht über den Team-Kauf von Renault und zeigt Mitleid mit McLaren-Talent Stoffel Vandoorne.

Für Jolyon Palmer geht 2016 ein Traum in Erfüllung: Im nächsten Jahr darf der GP2-Meister von 2014 mit dem Lotus-Team seine GP-Premiere feiern, nachdem er in dieser Saison als Test- und Ersatzpilot mit regelmässigen Freitagseinsätzen Erfahrungskilometer hatte sammeln dürfen. Entsprechend zufrieden blickt er auf die bisherigen Rennwochenenden der Saison zurück.

Im Interview mit Sky Sports F1 erklärt er: «Dieses Jahr war schon super für mich. Ich habe erfahren, wie das Team funktioniert und auch das Auto kennen gelernt. Ich kam mit der ganzen Mannschaft gut klar und konnte beweisen, dass ich das Zeug zum Formel-1-Piloten habe. Alles läuft derzeit nach Plan.»

Dass der Aufstieg in die Königsklasse auf sich warten liess, war gar nicht nach Palmers Wunsch, wie der Lotus-Pilot gesteht. Dass McLaren-Ausnahmekönner Stoffel Vandoorne, der in diesem Jahr den GP2-Titel holte, das gleiche Schicksal droht, sorgt für Mitleid beim Sohn des ehemaligen GP-Piloten Jonathan Palmer.

Jolyon gesteht: «Es ist natürlich frustrierend, wenn man nach der GP2 nicht gleich aufsteigt. Aber da muss man sich in Geduld üben, wenn es für Stoffel in diesem Jahr nicht klappen sollte, dann wird sich diese Chance sicher später ergeben. Er hat definitiv sehr viel Talent – das kann ich bezeugen, denn ich bin gegen ihn gefahren. Ich bin mir sicher, dass er es auch bald schaffen wird.»

Der siebenfache GP2-Sieger fügt an: «Es fühlt sich speziell an, in die Fussstapfen meines Vaters zu treten. Das macht das Ganze noch spezieller. Ich folge ihm in die Formel 1 – er hat meine Karriere immer unterstützt und liebt es, an den Rennen dabei zu sein. Die Formel 1 liegt unserer Familie im Blut. Das ist schon etwas ganz Besonderes für mich.»

Zum Schluss bestätigt der junge Palmer noch, dass die Teamübernahme durch Renault weiterhin im Fokus der Lotus-Verantwortlichen steht, obwohl sich die Kaufverhandlungen hinziehen. Er betont auf die Frage, ob Lotus im nächsten Jahr als Renault-Werksteam antreten werde: «So sieht es der Plan zumindest vor – derzeit. Es gibt da diese Kaufabsichtserklärung, die Renault unterschrieben hat. Darauf konzentrieren sich derzeit die Bemühungen.»

Und der Reservist lobt: «Es ist unglaublich, was das Lotus-Team in diesem Jahr geschafft hat. Mit einem derart kleinen Budget regelmässig bis ins Q3 vorzustossen, ist an sich schon eine fantastische Leistung. Das ist unglaublich, was diese Mannschaft aus ihren Möglichkeiten macht. Ich hoffe, dass mit Renault auch mehr Geld ins Team fliesst, damit es noch weiter nach vorne gehen kann.»

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