Spannung garantiert: Mercedes macht 2026 Jagd auf Kundenteam McLaren
Mercedes hat an drei Testtagen in Barcelona knapp 500 Runden gedreht und mehr als 2300 km zurückgelegt. Das Team wird 2026 für Spannung sorgen, ist sich der ehemalige GP-Pilot Martin Brundle sicher.
Am heutigen Freitag absolvieren die Formel-1-Teams ihren letzten Shakedown-Testtag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya, danach stehen noch zwei Testfahrten auf dem Bahrain International Circuit an. Und zum Abschluss der fünftägigen Testfahrten sind mit Red Bull Racing, Ferrari, McLaren, Alpine, Aston Martin, Haas, Cadillac und Audi gleich acht verschiedene Rennställe auf der Bahn.
Nicht dabei sind die Mercedes-Piloten George Russell und Kimi Antonelli, denn das Werksteam der Sternmarke hat sein Testprogramm in Barcelona bereits am gestrigen Donnerstag abgeschlossen. Knapp 500 Runden drehten der Brite und sein italienischer Teamkollege an den drei Testtagen, und legte dabei mehr als 2325 km zurück.
Das Mercedes-Team wird als einer der Favoriten für die Saison 2026 gehandelt, denn nach der letzten grossen Regeländerung, die auch den Motor betraf, war das Werksteam der Sternmarke jahrelang das Mass aller Dinge. Zuletzt dominierte aber mit McLaren ein Motorenkunde von Mercedes, was gemäss Martin Brundle die Motivation von Mercedes-Teamchef Toto Wolff anfacht.
Der frühere GP-Star und heutige TV-Experte erklärt im «Sky Sports F1»-Gespräch: «Man kann sich vorstellen, wie es ist, wenn Toto zu einer Vorstandssitzung im Mercedes-Hauptquartier geht und dort erwähnt wird, dass ihr Kundenteam McLaren die letzten beiden Weltmeisterschaften gewonnen hat. 2025 haben sie mit fast doppelt so vielen Punkten wie der erste Verfolger klar dominiert. Ich glaube nicht, dass dies Toto besonders gefällt, denn er ist ein sehr ehrgeiziger Mensch. Er wird versuchen, McLaren eins auszuwischen.»
Der Brite weiss: Die Regeln lassen es nicht zu, dass Mercedes den Kundenteams nicht das gleiche Produkt zur Verfügung stellt, das es selbst einsetzt. «Das wird sehr streng kontrolliert», erklärt Brundle. Gleichzeitig stellt er klar: «Aber Mercedes hat ein ziemlich gutes Wissen, was den Antrieb angeht, denn der wurde seit Monaten entwickelt und im Simulator getestet. Und ich bin mir sicher, dass sie McLaren nur so spät wie möglich das mitteilen, was sie auch mitteilen müssen. So würde ich es zumindest an ihrer Stelle tun.»
Der ehemalige GP-Star ist sich sicher, dass uns alleine wegen des Duells zwischen Mercedes und dem Kundenteam McLaren eine spannende Saison erwartet: «Es ist ein extrem harter Wettbewerb, und Mercedes wird in diesem Jahr alles daran setzen, McLaren zu schlagen – und umgekehrt ist das natürlich auch der Fall. Ich denke also, dass es sehr spannend werden könnte.» Gleichzeitig betont er: «Sollte Mercedes mit seinem Auto nicht gewinnen, dann ist es ihnen natürlich lieber, dass dann ein Team mit ihrer Antriebseinheit Spitzenreiter ist.»
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