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Verregnete Wintertests der Superbike-WM: Yamaha im Vorteil?

Yamaha-Werkspilot Andrea Locatelli verzichtete bewusst auf den Portimao-Test und erklärt, warum er lieber kein Risiko einging und dennoch optimistisch zum Saisonstart der Superbike-WM 2026 reist.

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Die Wintertests zur Vorbereitung auf die Superbike-WM 2026 standen ganz im Zeichen des schlechten Wetters. Sowohl in Jerez als auch in Portimao bestimmten Regen und Sturm den Testbetrieb. Lediglich ein rund zweistündiges Zeitfenster in Jerez erlaubte Fahrten auf trockener Strecke. Nicht ideal mit Blick auf den in nur drei Wochen stattfindenden Saisonauftakt in Australien – vor allem nicht für die Neuzugänge und die Fahrer mit neuen Motorrädern.

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Yamaha-Werkspilot Andrea Locatelli kennt sein Paket sehr gut und entschied sich für einen ungewöhnlichen Weg: Er verzichtete wie seine Markenkollegen komplett auf den Test in Portimao, um kein unnötiges Risiko im Nassen einzugehen.

Anders als viele Fahrerkollegen von konkurrierenden Herstellern muss sich der Italiener nicht erst an ein neues Motorrad gewöhnen – die Yamaha R1 kennt er seit Jahren in- und auswendig.

Yamaha traf eine einheitliche Entscheidung

Locatelli betonte im Gespräch mit SPEEDWEEK.com jedoch, wie wichtig selbst für erfahrene Fahrer Testkilometer wären: «Aus meiner Sicht ist es natürlich immer besser, zu fahren und ein Gefühl für das Motorrad zu bekommen. Wir beenden die Saison im Oktober, dann testen wir ein paar Tage im November. Aber wie immer gibt es Dinge auszuprobieren, und wir müssen wieder Vertrauen aufbauen. Nicht zu fahren und ohne viele Runden direkt nach Phillip Island zu gehen, ist nicht optimal – auch körperlich, denn im Winter trainieren wir zwar mit vielen verschiedenen Motorrädern, aber das ist etwas anderes.»

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Trotzdem sieht Locatelli in seiner Erfahrung einen entscheidenden Vorteil: «Am Ende kenne ich das Motorrad sehr gut, ich kenne viele Details. Deshalb habe ich keine Angst, nach Phillip Island zu gehen. Natürlich müssen wir dort beim Test gut arbeiten, aber ich denke, dass wir am Rennwochenende einen guten Job machen können. Darauf hoffen wir.»

Laut Locatelli gab es beim Portimao-Test «nichts zu gewinnen»

Als Werksteam mit Concessions verfügt Yamaha über deutlich mehr Testtage als andere Hersteller. Insgesamt darf Locatelli 16 Testtage pro Jahr absolvieren, während Teams ohne Sonderrechte auf zehn Tage begrenzt sind. Dennoch entschied sich Locatelli dazu, seine Testtage für bessere Bedingungen aufzusparen.


«Es gibt im Nassen nichts zu gewinnen und eigentlich auch nichts wirklich zu testen, denn bei Regen ist es jedes Mal anders. Wenn wir zum Beispiel im März zurückkommen und es regnet, werden die Bedingungen sowieso wieder anders sein. Unser Plan war deshalb, gemeinsam als Gruppe nicht zu fahren und vor Phillip Island keine Fehler zu machen. Das war eine Entscheidung der ganzen Organisation», erklärte Locatelli.

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Der Verzicht auf Portimao bedeutet zwar weniger Kilometer, aber keinen Nachteil aus Locatellis Sicht: «Leider sind wir nicht gefahren, aber wir haben dadurch auch keine Tage verloren, die wir nicht später noch nutzen könnten, wenn es nötig ist. Jetzt versuchen wir, in Phillip Island bereit zu sein.»

Mit seiner vorsichtigen Strategie setzt Locatelli auf Konstanz statt Risiko. Während andere Fahrer im Regen wichtige, aber risikobehaftete Runden fuhren, vertraute der Yamaha-Pilot auf seine Erfahrung mit der R1. Ob sich dieser Ansatz beim Saisonauftakt in Australien auszahlt, wird sich schon bald zeigen.

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