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Neues Buch: Formel 1 vertraulich – Hintergründe aus dem GP-Sport

Zahlreiche britische Formel-1-Berichterstatter versuchen sich derzeit als Buch-Autoren. Mit unterschiedlichem Erfolg. Hält dieses Werk von Giles Richards, was uns versprochen wird?

Mathias Brunner

Von

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Unter dem langjährigen Formel-1-Baumeister Bernie Ecclestone schlitterte unser Lieblingssport in ein Nachwuchsproblem. Der harte Kern an Fans blieb der Königsklasse immer treu, aber es rückten zu wenig junge Menschen nach, denn Ecclestone hat nie begriffen, wie soziale Netzwerke funktionieren und wonach die nächste Generation giert.

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Heute boomt die Formel 1 und ist wieder sexy, nicht wegen langjähriger Fans, sondern weil es Liberty Media (auch dank «Drive to Survive», der F1-Doku von Netflix) verstanden hat, die jungen Menschen für die Königsklasse zu begeistern. Und die wollen vor dem Vordergrund des gewaltigen Unterhaltungsangebots nun mal mehr als nur Technik.

Die Generation Netflix

Viele der frisch dazugekommenen Fans werden sich von der Formel 1 wieder abwenden, wenn für sie der Reiz verflogen ist. Aber ein erheblicher Teil verfällt dem Sport mit Haut und Haar. Und nur so kann die Formel 1 überleben.

Bei aller Wertschätzung für die Arbeit von Netflix: Da erhalten wir oft eine ziemlich glattpolierte Oberfläche zu sehen, manchmal mit Nagellack versehen, wenn die Wahrheit nicht ganz so prickelnd ist. Pinker Nagellack, um genau zu sein.

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Vielen Zuschauern geht das bei allen Kraftausdrücken dann doch zu wenig in die Tiefe, dabei hätte die Formel 1 noch so viel mehr zu bieten. Und da kommt Giles Richards ins Spiel mit seinem neuen Buch «F1 Racing Confidential – Inside Stories from the World of Formula One».

Autor Giles Richards: kritisch, integer, fair

Ich habe Giles in den vergangenen Jahren als verlässlichen Journalisten für die Tageszeitung «Guardian» kennengelernt, die sich durch seriöse Arbeit abhebt, als führende sozial-liberale Qualitätszeitung.

Giles schreckt vor kritischen, unbequemen Fragen nicht zurück, allerdings ist bei ihm nicht der ständige Drang zu spüren, jemanden in die Pfanne hauen zu wollen. Das kann ich von anderen Journalistenkollegen leider nicht behaupten, die sich bisweilen an Hinterhältigkeit und Heuchlerei zu übertreffen versuchen.

Was dieses Buch erreichen will

Der Verlag Michael O’Mara beschreibt die Arbeit von Richards für dieses Buch so: «In F1 Racing Confidential spricht der Guardian-Journalist Giles Richards mit den Männern und Frauen der Formel 1, um neue Einblicke in die verborgenen Abläufe des glamourösesten Motorsports der Welt zu gewähren. Mit exklusiven Interviews von Experten auf jeder Ebene bietet dieses Buch einen vollständigen Blick hinter die Kulissen eines modernen Formel-1-Teams – von Branchengeheimnissen und Einblicken in Spionage-Kontroversen bis hin zum Geschehen in einer Fahrerakademie.»

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«Perfekt für F1-Neulinge ebenso wie für lebenslange Fans dieses fantastischen und faszinierenden Sports, gewährt dieses Werk einen beispiellosen Blick hinter die Kulissen von Formel-1-Teams wie Mercedes, Red Bull Racing, McLaren und vielen mehr. Mit einem Vorwort des ehemaligen F1-Weltmeisters Damon Hill und Beiträgen Dutzender Insider – darunter Lando Norris, Christian Horner und Toto Wolff, jeder mit seinen eigenen fesselnden Geschichten, Einsichten und Enthüllungen – nimmt Sie F1 Racing Confidential so nah mit in die Formel 1 wie nie zuvor.»

Und wieso Giles Richards das schafft

Geschliffene Worte der PR-Strategen, aber hält Richards, was hier dem Leser versprochen wird? Um Sie nicht auf die Folter zu spannen: Ja, das tut er.

Und die stärksten Momente dieses Buchs finden nicht beim Gespräch mit Weltmeister Lando Norris statt oder mit Teamchef Toto Wolff. Sondern dann, wenn Menschen zu Wort kommen, von welchen wir seltener bis nie lesen.

Gut, Mercedes-Technikchef James Allison, Red Bull Racing-Ingenieur Paul Monaghan oder die frühere Rennstrategin Ruth Buscombe sind manchem Fan ein Begriff, auch McLaren-Renningenieur Tom Stallard. Aber Richards gräbt tiefer und hat sich mit Fachkräften zusammengesetzt, die nur noch Insidern bekannt sind; Fachkräfte, die teilweise nie zu einem Rennen kommen.

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Menschen wie Marianne Hinson (Aerodynamikerin), Frazer Burchell (Mechaniker) oder Sarah Lacy-Smith (Logistik). Richards hangelt sich durch die Vertreter sehr viel verschiedener Formel-1-Jobs, und genau das erzeugt eine eindrucksvolle Tiefe.

Die Formel 1 ist ein Eisberg

Durch solche Spezialisten erhalten wir einen profunden Eindruck dessen, was in einem Formel-1-Rennstall alles abgeht. Ich beschreibe die Königsklasse oft als Eisberg – was wir zu sehen bekommen, das sind die Rennen und die Fahrer und die Teamchefs, das ist die Oberfläche über Wasser; aber darunter ist der Eisberg noch viel voluminöser, mit ganz vielen Ecken und Kanten, welche den meisten von uns verborgen bleiben.

Gewiss, kein Sport ist technisch hochkarätiger und faszinierender als die Formel 1. Aber was die Menschen am meisten fesselt, das sind andere Menschen und ihre Geschichten. Giles Richards hat das verstanden.

«F1 Racing Confidential» gibt es im praktischen Taschenbuchformat, und mit einem Preis von rund 13 Euro bietet die Arbeit von Giles ein wirklich hervorragendes Preis/Leistungs-Verhältnis. Ein weiteres Argument, dieses Buch zu kaufen. Sie werden es nicht bereuen.

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Das Wichtigste in Kürze

Giles Richards: F1 Racing Confidential – Inside Stories from the World of Formula One

Von Michael O’Mara Books

ISBN: 978-1-7892-9738-6

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Format 19,8 x 12,9 cm

304 Seiten

16 Farbtafeln

Text in englischer Sprache

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Mit einem Vorwort von Damon Hill

Für rund 13 Euro im Fachhandel oder direkt bei

https://www.mombooks.com/book/f1-racing-confidential/

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