Stoffel Vandoorne will Sicherheit von McLaren

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Stoffel Vandoorne: «Es würde keinen Sinn machen, mich 2016 vorzubereiten, nur um hinterher ohne eine Chance dazustehen»

Stoffel Vandoorne: «Es würde keinen Sinn machen, mich 2016 vorzubereiten, nur um hinterher ohne eine Chance dazustehen»

Das Beispiel Kevin Magnussen zeigt, dass man auch als Förderpilot von McLaren keine Garantie auf eine GP-Karriere hat. Deshalb betonte McLaren-Junior Stoffel Vandoorne: «Eine Sicherheit für 2017 muss mein Ziel sein.»

Dass man auch als Teil eines Formel-1-Förderprogramms keine Garantie auf einen Platz in der Königsklasse des Motorsports hat, bewies zuletzt Kevin Magnussen. Der McLaren-Junior durfte 2014 seine erste volle GP-Saison bestreiten und sorgte mit seinem Podestplatz beim GP-Debüt in Australien und elf weiteren Punkterängen auch für viel Lob und Freude in Woking. Die McLaren-Führung degradierte ihn dennoch zum Test- und Ersatzfahrer, um Platz für den zweifachen Champion Fernando Alonso zu machen.

«Er wird wieder in der Formel 1 antreten, denn das jetzt ist nur eine Pause, die wir einlegen mussten. Er wird ein grossartiger Formel-1-Pilot sein. Ich habe ihm gegenüber betont, dass er das mit Fernando Alonso und Mika Häkkinen gemeinsam haben wird. Dieses eine Testjahr nimmt ihm nicht die Chance auf eine Formel-1-Karriere», erklärte Team-Oberhaupt Ron Dennis im vergangenen Dezember noch. Doch in diesem Jahr wurde der junge Däne entlassen – nicht zuletzt, weil mit GP2-Champion Stoffel Vandoorne ein weiteres McLaren-Talent in Richtung GP-Szene drängt.

Auch Vandoorne wird sich gedulden müssen, schliesslich bestätigte der zweitälteste Rennstall der Königsklasse das Fahrer-Duo Fernando Alonso und Jenson Button auch für die Saison 2016. Vandoorne wird sich mit der Rolle des Test- und Ersatzfahrers begnügen müssen, will aber nebenbei noch Rennen bestreiten, um in Übung zu bleiben, wie er im Fahrerlager von Mexiko betonte.

«Ich will im nächsten Jahr unbedingt Rennen fahren, doch wir wissen noch nicht, was es sein wird. Es gibt einige Möglichkeiten, über die wir diskutieren. Ich werde wahrscheinlich die Reservisten-Rolle bei McLaren einnehmen, was natürlich eine gute Position ist. Doch nebenbei will ich noch in einer anderen Serie fahren, um in Übung zu bleiben», erklärte Vandoorne gegenüber Crash.net. «Die Super Formula-Renner sind gut, sie sind so schnell wie die GP2, wenn nicht noch schneller, deshalb ist das eine Option. Aber es ist noch nicht entschieden, ob ich das auch machen werde.»

Renneinsätze sind aber nicht die einzige Bedingung, die der Ausnahmekönner als Bedingung für seine Reservistenrolle sieht. Der 23-jährige Belgier wünscht sich von McLaren eine Sicherheit, was den Einsatz 2017 betrifft, wie er betont: «Letztlich muss das für 2017 mein Ziel sein, denn es würde keinen Sinn machen, mich 2016 vorzubereiten, nur um hinterher ohne eine Chance dazustehen.»

Nicht nur Magnussens Beispiel dürfte Vandoorne diesbezüglich misstrauisch gemacht haben. Auch die Aussage von Jenson Button, gerne von der Entwicklungsarbeit profitieren zu wollen, die er und Alonso in diesem und im nächsten Jahr leisten, dürfte in seinen Ohren wie eine Warnung klingen. Der McLaren-Vertrag des 2009er-Weltmeisters läuft Ende 2016 aus.

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