Andy Cowell (Mercedes): «Honda ist eine Bedrohung»

Von Rob La Salle
Formel 1
Motorenchef Andy Cowell (links) mit Mercedes-Technikdirektor Paddy Lowe

Motorenchef Andy Cowell (links) mit Mercedes-Technikdirektor Paddy Lowe

​Die Darbietung von Honda mit McLaren in der Formel-1-WM 2015 hat bei vielen Fans Hohn und Spott erzeugt. Aber der Respekt der Honda-Konkurrenten ist ungebrochen.

WM-Rang 9 ist nun wahrlich kein Ruhmesblatt: Kein Motorhersteller hatte 2015 so grosse Schwierigkeiten wie Formel-1-Rückkehrer Honda, und natürlich blieben Hohn und Spott unter den Fans nicht aus. Die Gegner fragen sich höchstens, wann der schlafende Riese aus Japan erwacht und in die Gänge kommt.

Es ist leicht, sich über Honda zu mokieren. Die direkten Gegner verfallen aber nicht in Häme, der Respekt vor Honda ist geblieben, wie Andy Cowell betont, der am 12. Februar 47 Jahre alt wird. Bis dann dürfte er seinen Geburtstag mit einem erfolgreichen Fire-up des neuen Silberpfeils gefeiert haben – wenn im Rennwagenwerk der Motor im jüngsten GP-Renner angelassen wird.

Cowell ist seit 2013 Geschäftsleiter von Mercedes AMG High Perfomance Powertrains, wie die Motor- und Antriebsabteilung des Rennstalls heisst. In Brixworth sind die Weltmeister-Turbomotoren von 2014 und 2015 entstanden, und dort begrüsste der Engländer heute eine kleine Delegation britischer Journalisten für einen Blick hinter die Kulissen.

Dabei sprach Cowell auch über die Gegner, Ferrari und Honda.
«Ich finde es bemerkenswert, was Ferrari in den vergangenen zwölf Monaten erreicht hat», wird Cowell von F1i.com zitiert. «Ihre Verbesserungen sind die Folge ihrer internen Umstellungen und eines nicht versiegenden Enthusiasmus’. Die Stimmung hier im Werk ist ungefähr: „Wie wir wohl im kommenden Jahr abschneiden?“ Keiner geht hier davon aus, dass wir einfach so mir nichts, dir nichts weiter siegen. Nein, wir gehen vielmehr davon aus, dass uns Ferrari das Leben sehr schwer macht. Und ich halte auch Honda für eine Bedrohung.»

«Honda ist als letzter der aktuellen Formel-1-Motorhersteller hinzu gekommen, und sie bezahlen ihr Lehrgeld in aller Öffentlichkeit. Aber ich weiss, wie entschlossen sie zum Erfolg sind, und das gilt auch für Chassispartner McLaren. Wir haben lange Jahre mit McLaren zusammen gearbeitet, also kennen wir die Methodik dieses Rennstalls genau. Ich bin überzeugt davon, dass wir von ihnen grosse Fortschritte sehen werden.»

«Was Renault angeht, so beweist mir die Rückkehr als Werksrennstall, wie sie erfolgshungrig sind. Ich glaube insgesamt, die Formel 1 wird in der kommenden Saison einige tolle Geschichten schreiben.»

Die wichtigsten Termine

Präsentationen/Roll-out
15. Februar: Roll-out Mercedes (Silverstone, unbestätigt)
17. Februar: Red Bull Racing (in London, Team-Farben)
21. Februar: Präsentation McLaren-Honda (Ort unklar)
22. Februar: Präsentation HaasF1 (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation Williams (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation Manor (Circuit de Barcelona-Catalunya)
1. März: Neuer Sauber (Circuit de Barcelona-Catalunya)

Formel-1-Wintertests
22.–25. Februar: Spanien (Barcelona)
1.–4. März: Spanien (Barcelona)

Formel-1-WM
20. März: Australien (Melbourne)
3. April: Bahrain (Sakhir)
17. April: China (Shanghai)
1. Mai: Russland (Sotschi)
15. Mai: Spanien (Barcelona)
29. Mai: Monaco (Monte Carlo)
12. Juni: Kanada (Montreal)
19. Juni: Aserbaidschan (Baku) *
3. Juli: Österreich (Spielberg)
10. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
24. Juli: Ungarn (Budapest)
31. Juli: Deutschland (Hockenheim)
28. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
4. September: Italien (Monza)
18. September: Singapur
2. Oktober: Malaysia (Sepang)
9. Oktober: Suzuka (Japan)
23. Oktober: USA (Austin) **
30. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
13. November: Brasilien (Sao Paulo)
27. November: Abu Dhabi (Insel Yas)
* Strecke noch nicht homologiert
** Finanzierung noch nicht gesichert

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