Haas F1 in die Punkte: «Ziele sind nicht arrogant»

Von Andreas Reiners
Formel 1
Günther Steiner

Günther Steiner

Haas F1 ist der erste Neueinsteiger in die Formel 1 seit 2010. Für die erste Saison setzt sich das Team hohe Ziele. Zu hohe?

Haas F1 will in der anstehenden Saison in die Punkte fahren. Ein ehrgeiziges Ziel eines ambitionierten Projekts. Dafür hat man Geld in die Hand genommen und Ferrari als Partner gewonnen. Trotzdem: Wirken die Ziele nicht überambitioniert?

Ist es realistisch, von Null auf Hundert durchzustarten und in einem technisch so komplexen Gebilde wie in der Formel 1 auf Anhieb in die Top Ten zu fahren? Schließlich hat auch McLaren-Honda erfahren müssen, wie groß die Häme ist, wenn es nicht läuft. Und da sprechen wir immerhin von einem Traditionsrennstall und einer bereits in der Vergangenheit erfolgreichen Partnerschaft, die weiß, wie man Titel gewinnt.

Dabei hat die Vergangenheit gezeigt, dass viele Neueinsteiger lange gebracht haben, um nicht nur Fuß zu fassen, sondern auch Zählbares mitzunehmen. Das will Haas F1 schon in der ersten Saison. «Ich glaube, dass die Leute denken, dass wir unsere Ziele etwas zu hoch gesteckt haben. Ich denke aber ganz ehrlich, dass Punkte unser Ziel sein sollten. Wir müssen unsere Ziele hoch stecken, um etwas zu erreichen», sagte Teamchef Günther Steiner motorsport.com

«Wir wollen auf keinen Fall arrogant klingen, aber wir wollen Punkte erzielen. Was wir hauptsächlich zeigen wollen ist jedoch, dass es in der Formel 1 sogar für ein neues Team immer noch möglich ist, von Null anzufangen», sagte er.

Die Zeit, die zur Verfügung stand, habe man genutzt, unterstrich er. Und am Ende geht es für ihn auch um Respekt, indem die neue Mannschaft einen guten Job abliefert. «Wenn dieser darin liegt, Rennen zu beenden, fein, wenn wir es aber schaffen und in die Punkteränge fahren, dann ist das fantastisch. Ich denke, wir erwarten nicht, auf dem Podium zu landen! Wir haben ganz klare Erwartungen.»

Steiner erwartet aber auch eine ganz klare Schwäche: Dass die neue Mannschaft noch keinen Ernstfall proben konnte. Ein GP-Wochenende ist kein Zuckerschlecken, die Handgriffe müssen sitzen, die Abläufe passen. Ein Szenario mit überraschenden Geschehnissen und in einer Drucksituation kann man nicht simulieren, das kann man nur durch Erfahrung lernen. Der GP in Australien wird trotz der Testfahrten in Barcelona also auch so etwas wie ein Kaltstart. «Um das Team als Team arbeiten zu lassen, ist jetzt wohl unsere größte Aufgabe», weiß Steiner.

Die wichtigsten Termine

Präsentationen/Roll-out

15. Februar: Roll-out Mercedes (Silverstone, unbestätigt)
17. Februar: Red Bull Racing (in London, Team-Farben)
21. Februar: Präsentation McLaren-Honda (Ort unklar)
22. Februar: Präsentation HaasF1 (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation Williams (Circuit de Barcelona-Catalunya)
22. Februar: Präsentation Manor (Circuit de Barcelona-Catalunya)
1. März: Neuer Sauber (Circuit de Barcelona-Catalunya)

Formel-1-Wintertests

22.–25. Februar: Spanien (Barcelona)
1.–4. März: Spanien (Barcelona)

Formel-1-WM

20. März: Australien (Melbourne)
3. April: Bahrain (Sakhir)
17. April: China (Shanghai)
1. Mai: Russland (Sotschi)
15. Mai: Spanien (Barcelona)
29. Mai: Monaco (Monte Carlo)
12. Juni: Kanada (Montreal)
19. Juni: Aserbaidschan (Baku) *
3. Juli: Österreich (Spielberg)
10. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
24. Juli: Ungarn (Budapest)
31. Juli: Deutschland (Hockenheim)
28. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
4. September: Italien (Monza)
18. September: Singapur
2. Oktober: Malaysia (Sepang)
9. Oktober: Suzuka (Japan)
23. Oktober: USA (Austin) **
30. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
13. November: Brasilien (Sao Paulo)
27. November: Abu Dhabi (Insel Yas)
* Strecke noch nicht homologiert
** Finanzierung noch nicht gesichert

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