Lewis Hamilton (Mercedes): «Sieht gut aus für mich»

Von Rob La Salle
Formel 1
Nico Rosberg ist gegen Lewis Hamilton in Schräglage geraten

Nico Rosberg ist gegen Lewis Hamilton in Schräglage geraten

​Das Duell der Silberpfeilfahrer Lewis Hamilton und Nico Rosberg geht in Hockenheim in die nächste Runde. Das sagen die Mercedes-Stars, Teamchef Toto Wolff und Technikdirektor Paddy Lowe.

Formel-1-Weltmeister Mercedes-Benz kommt mit viel Selbstvertrauen zum Heimrennen nach Hockenheim: Überlegende Führung in der Markenwertung, beide Fahrer an der Spitze des Fahrerklassements. Für Lewis Hamilton gilt es, den Schwung aus den letzten Grands Prix zu nutzen – fünf Siege in den vergangenen sechs Rennen! Für Nico Rosberg geht es darum, die Serie von Hamilton zu brechen und wieder die WM-Führung zu übernehmen.
Das sagen die vier Speerspitzen des Mercedes-Rennstalls vor dem Grossen Preis von Deutschland in Hockenheim.

Lewis Hamilton: «Nach einem alles andere als unkomplizierten Wochenende war es ein grossartiges Gefühl, den Sieg in Ungarn zu holen. Wenn ich ganz oben stehe, obwohl es nicht ganz perfekt läuft, kann das nur ein gutes Zeichen sein. Jetzt geht es nach Deutschland zu einem weiteren Heimrennen des Teams neben dem Rennen in Silverstone. Mein letzter Sieg in Hockenheim reicht zurück bis ins Jahr 2008. Das scheint eine Ewigkeit her zu sein. Ich habe die Strecke und das Land aber in guter Erinnerung. Denn ich bin dort in den Anfängen meiner Karriere sehr oft gefahren und natürlich war ich schon damals Teil der Mercedes-Benz-Familie. Es wäre grossartig, wenn ich dort für alle unsere Mercedes-Mitarbeiter und das Team einen weiteren Sieg vor der Sommerpause einfahren könnte. Die letzten paar Rennen liefen sehr gut für mich. Wenn ich diese Form in das Wochenende mitnehmen kann, dann sieht das für mich gut aus.»

Nico Rosberg: «Es war enttäuschend, das Rennen in Ungarn in der ersten Kurve zu verlieren. Aber ich war das gesamte Wochenende über mit meiner Pace zufrieden. Das stimmt mich für die kommenden Aufgaben zuversichtlich. Es ist schön, dass ich so schnell wieder im Auto sitzen kann – und natürlich ganz besonders, weil das bei meinem zweiten Heimrennen der Fall ist. Vor einigen Wochen bin ich Mika Häkkinens Weltmeisterauto in Hockenheim gefahren. Das war einfach fantastisch. Die Begeisterung ist absolut riesig, wieder in Deutschland zu fahren. Als ich durch das Eingangstor an der Strecke gefahren bin, kamen so viele wahnsinnig schöne Erinnerungen hoch. Aus meiner Kindheit mit meinem Vater bei der DTM bis zu meinem Grand Prix-Sieg 2014. Hoffentlich kann ich das in diesem Jahr wiederholen, für die Fans und alle bei Mercedes. Nach diesem Rennen steht eine wohlverdiente Pause für das Team an. Aber bevor sie ihre Akkus wieder aufladen können, werde ich alles geben, um ihnen das Ergebnis zu bescheren, das sie verdient haben.»

Toto Wolff: «Die Strecke in Ungarn hat uns bislang nicht immer gelegen. Entsprechend zeigt unser Ergebnis vom vergangenen Wochenende, wie weit wir es mittlerweile gebracht haben. Es ist das bestmögliche Ergebnis und ein positives Zeichen für den Rest der Saison. Wir befinden uns zur Saisonhalbzeit in einer starken Position. Beide Fahrer zeigen starke Leistungen auf einem hohen Niveau und haben eine konkurrenzfähige Kombination aus Chassis und Motor zu ihrer Verfügung. Auch scheint ihr Duell keinesfalls an Intensität einzubüssen. Entsprechend können wir im weiteren Verlauf der Saison noch viel Spannung erwarten. Jetzt geht es zu unserem Heimrennen nach Hockenheim. Es ist kein Geheimnis, dass dies ein wichtiges Wochenende für uns ist. Wir sind nur ein kleiner Teil eines riesigen, weltweiten Konzerns und wir sind stolz darauf, den Stern auf der Rennstrecke vertreten zu dürfen. Ich bin sicher, dass unsere Gegner uns gerne auf heimischem Boden schlagen würden. Der Druck ist da. Aber wir werden alles in unserer Macht Stehende unternehmen, um Mercedes-Benz stolz zu machen und mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause zu gehen.»

Paddy Lowe: «Hockenheim ist eine grossartige Strecke. Sie besitzt eine reichhaltige Palette an Kurvengeschwindigkeiten und stellt hohe Anforderungen an jeden Bereich der Fahrzeugperformance. Deshalb hoffen wir, dass unser Paket dort stark sein wird. Mit Medium, Soft und Supersoft stehen uns die gleichen Reifenmischungen wie in Ungarn zur Verfügung. Die Strecke ist allerdings etwas aggressiver als der Hungaroring. Folglich werden wir wahrscheinlich eine Reihe an verschiedenen Strategie-Optionen für das Rennen erleben. Nachdem wir 2015 nicht dort gefahren sind, ist es grossartig, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Das Rennen hat im letzten Jahr eine riesige Lücke im Kalender hinterlassen. Nun bietet es wieder eine fantastische Gelegenheit für unsere Kollegen aus Stuttgart, um sich die Silberpfeile hautnah anzusehen. Für uns ist es eine enorme Ehre, die 280.000 Daimler-Mitarbeiter weltweit beim Heimrennen des Unternehmens zu vertreten. Natürlich bringt das viel Druck mit sich. Aber wir werden unser Bestes geben, um ein Spitzenergebnis zu erzielen. Die Strecke ist grossartig für die Zuschauer. Der Stadionabschnitt bietet einen fantastischen Blick auf den letzten Sektor. Beim letzten Rennen 2014 erlebten wir einen überzeugenden Sieg von Nico und eine super Aufholjagd von Lewis. Deshalb hoffen wir diesmal auf noch mehr Spannung und Erfolg.»

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