Mercedes-Routinier George Russell: Mehr Druck durch WM-Favoritenrolle?
Das Mercedes-Team glänzte beim Shakedown-Test in Barcelona mit einem guten Speed und einer hohen Zuverlässigkeit. Deshalb sehen viele George Russell in der WM-Favoritenrolle. Das sagt er selbst dazu.
Für das Mercedes-Team gestaltete sich der Test-Auftakt in Barcelona erfreulich. George Russell und Kimi Antonelli drehten an den drei Tagen, an denen das Werksteam der Sternmarke auf der Bahn war, viele Runden und Ersterer stellte auch die zweitschnellste Zeit des ganzen Shakedowns auf – nur sein früherer Teamkollege Lewis Hamilton war im Ferrari SF-26 knapp eine Zehntelsekunde schneller.
Obwohl die Zeiten in dieser Phase der Vorsaison und angesichts der kühlen Bedingungen mit viel Vorsicht zu geniessen sind, sehen viele Russell als einen der WM-Favoriten an. Erhöht das den Druck auf den Briten? «Ich spüre da nichts Besonderes», beteuert er in seiner Medien-Runde. «Ich habe schon vor längerer Zeit gesagt, dass ich das Gefühl habe, für den WM-Fight bereit zu sein, ob ich nun als Favorit gehandelt werde oder nicht, ändert nichts an meiner Vorgehensweise.»
«Ich arbeite hart mit dem Team, jeder Einzelne hier hat alles gegeben, um das Beste aus den neuen Regeln zu machen und ich freue mich wirklich, mich der Herausforderung mit den neuen Autos zu stellen, die riesengross ist», fügte der 27-Jährige kämpferisch an. Da sei so viel Neues, das die Formel-1-Piloten lernen müssen, betonte er. «Und ich habe das Gefühl, dass dies ein Vorteil für mich ist. Ich bin sehr zuversichtlich, was mich und mein Team angeht», ergänzte er kämpferisch.
Russell wurde auch auf einen möglichen Spitzenkampf gegen Max Verstappen angesprochen. Der Brite und der Niederländer kamen in der Vergangenheit nicht immer gut miteinander aus. Dennoch beteuert Russell: «Ich würde gerne gegen Max Verstappen um die WM kämpfen, und natürlich hatte auch Lando Norris im vergangenen Jahr eine grossartige Saison. Der Druck ist dadurch aber nicht grösser. Die Fans haben wohl erwartet, dass es in diesem Jahr ein Kampf zwischen Mercedes und McLaren werden wird, denn viele haben erwartet, dass unsere Antriebseinheit die beste sein wird. Aber alles deutet darauf hin, dass auch die anderen Motorenhersteller einen guten Job gemacht haben.»
«Und wir wissen, dass Red Bull Racing immer ein starkes Auto auf die Räder gestellt hat, auch in der Zeit, in der Mercedes dominiert hat. Das Problem lag am Motor, nicht am Auto. Wir wissen auch, wie gut Max ist, deshalb gehe ich davon aus, dass er mitkämpfen wird. Das ist grossartig. Natürlich wünscht du dir als Fahrer, dass es etwas einfacher wird, aber es sollte nie einfach sein und wenn du gewinnen willst, dann musst du das auf der Strecke schaffen», weiss der fünffache GP-Sieger.
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