Analyse von Toprak Razgatlioglu (Yamaha): Weshalb er nicht schnell ist
Bevor MotoGP-Rookie Toprak Razgatlioglu am 3. Februar in Sepang auf die versammelte Konkurrenz trifft, sprach er über den dreitägigen Shakedown-Test und worin seine größte Schwäche liegt.
Vier komplette MotoGP-Testtage hat Toprak Razgatlioglu inzwischen hinter sich: Einen Ende November in Valencia, drei in der Vorwoche in Sepang. Er ortet Fortschritte bei seiner Anpassung an die Michelin-Reifen, räumt aber ein, dass er deren Potenzial noch nicht voll nutzen kann. «Auf der Bremse bin ich bereits gut, nicht aber in der Beschleunigungsphase», hielt der dreifache Superbike-Champion fest. «Normal habe ich einen recht aggressiven Stil, eventuell muss ich dieses Motorrad sanfter fahren. Sie sagen mir, dass der Reifen dann besser arbeitet.»
«Vielleicht würde mir die Anpassung an die MotoGP-Maschine leichter fallen, wäre ich Moto2 gefahren», grübelte der 29-jährige Red-Bull-Athlet. «So ist es schwieriger, weil das Superbike nach einem ganz anderen Stil verlangt. Mein Rezept war einfach: So spät wie möglich bremsen und so früh wie möglich ans Gas. In den Daten sehe ich, dass das in der MotoGP so nicht geht. Ich muss mehr Kurvengeschwindigkeit mitnehmen, um so in der Beschleunigungsphase besser zu werden, darauf muss ich mich fokussieren. Ich wäre viel besser, wenn ich auf der Bremse etwas verlieren würde und dafür den Kurvenspeed steigern könnte. Wenn ich auf Zeitenjagd gehe, verbessere ich mich kaum. Mein Gefühl ist gut, ich komme aber auf keine starke Zeit. Weil ich dann immer in meinen Superbike-Stil verfalle und das Motorrad damit nicht funktioniert. Hinzu kommt, dass sich die Reifen nach vier oder fünf Runden ganz anders verändern, als das bei den Pirelli der Fall war.»
In der kombinierten Zeitenliste des dreitägigen Shakedown-Tests verliert Toprak 1,292 sec auf die Bestzeit von Honda-Testfahrer Aleix Espargaro (1:57,173 min). «Leicht ist es nicht, aber ich bin bereit zu lernen», unterstrich der Yamaha-Pilot aus dem Team Prima Pramac.
Zeiten Shakedown Sepang-Test:
Aleix Espargaro (E), Honda, 1:57,173 min
Pol Espargaro (E), KTM, +0,126 sec
Fabio Quartararo (F), Yamaha, +0,517
Jack Miller (AUS), Yamaha, +0,921
Alex Rins (E), Yamaha, +1,007
Diogo Moreira (BR), Honda, +1,165
Dani Pedrosa (E), KTM, +1,291
Toprak Razagatlioglu (TR), Yamaha, +1,292
Michele Pirro (I), Ducati, +1,726
Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +1,775
KTM-Testbike 1, +2,634
Yamaha-Testbike 2, +2,989
Yamaha-Testbike 1, +3,981
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