Audi-F1-Projektleiter Mattia Binotto: «Haben eine sehr, sehr lange Liste»
Das Audi-Team bekundete beim Shakedown-Test in Barcelona einige Probleme mit der Zuverlässigkeit, wie Mattia Binotto bestätigte. Das Team muss noch viel Arbeit leisten, betont der F1-Projektleiter.
Gleich zum Start des Shakedown-Tests in Spanien zeigte sich Audi auf der Bahn. Gabriel Bortoleto rückte im R26 auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya aus, kam aber nicht weit nach 27 Runden und knapp 126 km war der Tag für den jungen Brasilianer gelaufen. Auch sein Teamkollege Nico Hülkenberg erlebte keinen reibungslosen Testeinsatz am Mittwoch.
Vor der Mittagspause musste der Deutsche sich in Geduld üben, er kam nur auf fünf Runden. Am Nachmittag kam er weiter und spulte 63 weitere Umläufe ab. Ein Hydraulik-Leck verursachte die Verzögerung, wie Technikdirektor James Key verriet. Erst am fünften und letzten Tag konnten Hülkenberg und Bortoleto schliesslich fast 150 Runden drehen.
Mattia Binotto, F1-Projektleiter des Audi-Teams, erklärte: «Es war sehr emotional, den ersten Test für Audi in der Formel 1 als Werksteam und Motorenhersteller zu bestreiten. Es gibt viel zu lernen und wir lernen auch viel dazu. Wir haben am ersten Tag viele Probleme bekundet, was die Arbeit am zweiten Testtag auch beeinträchtigt hat. Wir konnten am Ende aber auch viele wertvolle Daten sammeln und je mehr wir auf der Strecke sind, desto mehr lernen wir.»
Der in der Schweiz aufgewachsene Italiener ergänzte: «Jeder im Team ist unglaublich glücklich und es ist ein fantastisches Projekt, dem sich jeder verschrieben hat. Wir müssen nun viel Aufbauarbeit leisten und weiter wachsen und in dieser Hinsicht waren die drei Testtage für uns sehr wertvoll. Ich denke wir stellen uns ganz gut an, wenn man bedenkt, wo wir in der Entwicklung des Teams stehen.»
«Die Standfestigkeit ist immer entscheidend und wir hatten verschiedene Probleme, die aber nicht gross oder dramatisch waren», räumte der Ingenieur ein, und betonte: «Es liegt noch sehr viel Arbeit für das ganze Team vor uns, für die Fahrer, die Ingenieure im Werk, die sich all den Problemen widmen müssen und dabei nichts unversucht lassen, um alle Details zu berücksichtigen. Wir haben eine sehr, sehr lange Liste, die wir abarbeiten müssen, ich habe noch nie eine so lange Liste gesehen, aber ich denke, es ist grossartig, denn das ganze Team ist entschlossen, sich zu verbessern, um in Bahrain in noch besserer Form loslegen zu können.»
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