Was ist der Mercedes-Auftritt in Barcelona wert? Das sagt Martin Brundle
Das Mercedes-Duo George Russell und Kimi Antonelli drehte beim Shakedown-Test knapp 500 Runden und glänzte mit starken Zeiten. Martin Brundle sagt, was er vom Barcelona-Auftritt der Sternmarke hält.
Der Barcelona-Shakedown der Formel-1-Teams fand in Abwesenheit der üblichen Formel-1-Berichterstatter statt, dennoch durften die Fans viele Details über das Geschehen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya erfahren. So zeigten die Runden- und Zeitenlisten aus Spanien, wer seine Hausaufgaben in der kurzen Winterpause und davor am besten erledigt hatte.
Die Rundenzeiten standen noch nicht im Fokus, dennoch freuten sich die Tifosi über die Bestzeit von Lewis Hamilton in der letzten Test-Stunde. Nur eine Zehntelsekunde langsamer als der frühere Mercedes-Dauersieger umrundete George Russell im W17 den 4,657 km langen GP-Kurs tags zuvor. Das Mercedes-Team durfte sich nicht nur über den Speed des 2026er-Renners freuen, auch die Standfestigkeit fiel vielversprechend aus. Knapp 500 Runden schafften Russell und sein Teamkollege Kimi Antonelli an den drei Shakedown-Einsatztagen.
Die grosse Frage lautet: Hat das Werksteam der Sternmarke den Weg zurück an die Spitze des Feldes gefunden oder was ist der Barcelona-Auftritt wert? Der frühere GP-Pilot und heutige TV-Experte Martin Brundle sagt dazu in seiner «Sky Sports F1»-Analyse: «Mercedes hat es nie wirklich geschafft, die Ära der Flügelautos zu meistern, sie kämpften mit Problemen wie Porpoising und haben es nie richtig hinbekommen. Sie haben die Leistung des Autos oft nicht verstanden und wussten auch oft nicht, warum das so war.»
«Nun deutet alles darauf hin, dass sie die neuen Regeln perfekt gemeistert haben», ergänzt der Brite, warnt aber auch gleichzeitig: «Wir müssen natürlich abwarten, wie die Performance bei normalen Streckentemperaturen aussieht.» Das Energiemanagement werde dabei entscheidend sein, weiss er. Aber nicht nur dieser Faktor ist entscheidend.
«Man kann ein Auto haben, das an kalten Tagen die Reifen hervorragend aufheizt und sie an heissen Tagen überhitzt – dieses Problem haben wir bei Mercedes schon einmal gesehen. Ich denke, wir müssen abwarten, gleichzeitig kann man das Teampo und die Zuverlässigkeit, die das Team an den Tag gelegt hat, nicht ignorieren. Sie haben also klar ein gutes, stimmiges Gesamtpaket auf die Räder gestellt», ergänzt der 64-Jährige.
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