Max Verstappen: «Meine Grossmutter fand das super»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Max Verstappen: «Im Trockenen ist Mercedes einfach noch zu stark»

Max Verstappen: «Im Trockenen ist Mercedes einfach noch zu stark»

Toro Rosso-Ausnahmekönner Max Verstappen sprach im Fahrerlager am Hockenheimring über seinen Grossmutter-Funkspruch von Ungarn, sein hartes Duell mit Kimi Räikkönen und den Kampf gegen die Silberpfeile.

Es war einer der vielen Funksprüche, die während des Ungarn-GP vergangene Woche für Unterhaltung sorgte: «Ich fahre wie meine Grossmutter», klagte Max Verstappen während des elften WM-Laufs in den Boxenfunk, als er hinter seinem Red Bull Racing-Teamkollegen Daniel Ricciardo feststeckte.

Vier Tage nach dem Rennen haben sich die Gemüter beruhigt. Ricciardo erklärte in der Pressekonferenz lachend: «Der hat aber eine schnelle Grossmutter.» Und auch Verstappen winkte auf Nachfrage ab: «Das habe ich nur gesagt, um meiner Oma eine Freude zu bereiten. Sie fand das auch super und hat sich bedankt, als ich nach Hause kam.»

Auch dass sein Zweikampf mit Kimi Räikkönen in der letzten Phase des Rennens noch Tage nach dem GP für Diskussionen sorgt, lässt den selbstbewussten Teenager kalt: «Generell hatte ich Glück, dass ich mir keinen Plattfuss eingefangen habe, denn da war ein grosser Schnitt in meinem Reifen.»

Trotzig fügte Verstappen an: «Ich denke, alles war ziemlich klar. Es wurde auch nichts von den Rennkommissaren gesagt, deshalb denke ich nicht, dass ich irgendetwas falsch gemacht habe. Und letztlich stehen wir in der WM im direkten Kampf mit Ferrari, man macht da nicht einfach die Tür auf und sagt: Geh' durch. Er hat ja auch das Gleiche mit mir gemacht nach dem ersten Stopp. Das ist ja auch keine Sonntagsfahrt, sondern ein WM-Fight. Ich gehe ins Rennen, um zu kämpfen und Punkte zu holen und ich denke, Ayrton Senna und Alain Prost hätten das auch gerne gesehen.»

Und der Barcelona-Sieger betonte: «Es gab keinen Frontflügel oder irgendetwas, der da neben meinem Auto war. Ich denke nicht, dass es so dramatisch war. Letztlich ist es auf dieser Strecke auch einfach nicht so leicht, am Gegner vorbeizukommen. Auch ich musste mir nach meinem ersten Stopp etwas einfallen lassen und später bremsen, um nach vorne zu kommen.»

Sehr viel strenger ist Verstappen, wenn es nicht um seine Fahrweise geht. So findet er etwa klare Worte, wenn es um die Pole-Runde von Nico Rosberg geht, die der Silberpfeil-Star unter Doppelgelb drehte: «Generell war es eine schräge Situation, denn die Strecke war trocken und du weisst, dass du dann mit jeder Runde schneller wirst. Bei Doppelgelb musst du dich darauf einstellen, das Auto stoppen zu können, und selbst wenn du ein bisschen vom Gas gehst, kannst du dich verbessern.»

Der Teenager, der vor dem Start seiner GP-Karriere gerade einmal 46 Einsätze im Rennauto bestritten hat, predigt: «Es ist einfach das falsche Zeichen, das wir in Richtung der Junior-Klassen senden. Es war ja auch eine blinde Kurve, man konnte also als Fahrer nicht sehen, was da vorne los ist. Ich denke, es ist besser, die Runde abzubrechen, denn man weiss nie, was los ist.»

Verstappen weiss, dass Mercedes derzeit ausser Reichweite ist: «Derzeit nicht, dazu ist Mercedes noch zu stark. Im Nassen haben wir aber sicher eine Chance, wie wir in Silverstone gesehen haben. Wir brauchen schon ein bisschen Glück und aussergewöhnliche Vorkommnisse, wie etwa einen Unfall zwischen den beiden Silberpfeilen, um sie bei normalen Bedingungen zu schlagen. Das gilt für alle Rennen, ausser vielleicht Singapur, wo wir eine echte Chance haben.»

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