Sébastien Buemi (Red Bull): Erster F1-Test seit 2014

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sébastien Buemi

Sébastien Buemi

​Paul Monaghan, der leitende Ingenieur von Red Bull Racing, bestätigt: Der Schweizer Sébastien Buemi (27), Formel-E-Weltmeister, fährt zum ersten Mal in zwei Jahren wieder einen Formel-1-Renner.

Der Westschweizer Sébastian Buemi, von 2009 bis 2011 in Diensten der Scuderia Toro Rosso, ist auch nach dem Ende seiner GP-Karriere Red-Bull-Fahrer geblieben. Seine Arbeit im Simulator von Red Bull Racing wird als so wertvoll eingestuft, dass ihn die Briten immer wieder nach Milton-Keynes holen.

Nun hat der Engländer Paul Monaghan, leitender Ingenieur der vierfachen Formel-1-Weltmeister von Red Bull Racing, bestätigt: «Ja, Sébastian wird für uns die 2017er Pirelli-Reifen testen.» Es wird das erste Mal seit rund zwei Jahren sein, dass der Toyota-Sportwagenpilot und Formel-E-Siegfahrer wieder einen GP-Renner bewegen wird.

Die Rückkehr von Buemi findet im Rahmen jenes Testprogramms statt, das der Mailänder Formel-1-Ausrüster Pirelli zusammen mit den Rennställen von Ferrari, Red Bull Racing und Mercedes-Benz aufgestellt hat (exakter Ablauf weiter unten).

Buemi testete für Red Bull Racing im Anschluss an den Grossen Preis von Spanien 2014 auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya, 2015 sass er bei einem Filmtag am Lenkrad eines RBR-Renners.
Als Testfahrzeug bei der Kooperation mit Pirelli zur Entwicklung der breiteren 2017er Reifen dient Buemi ein umgebauter 2015er Red Bull Racing RB11-Renault.

Formel-1-Fans auf der ganzen Welt freuen sich auf die neuen Pirelli: Die Walzen vorne werden sechs Zentimeter breiter (30,5 cm, derzeit 24,5 cm), die Reifen hinten werden acht Zentimeter breiter (40,5 cm 2017, derzeit 32,5 cm). Ein künftiger Vorderreifen wiegt 9,5 Kilogramm, der hintere wird 11,5 Kilo wiegen. Das ist immer nur der Gummi, also ohne Felge. Die Felgengrösse bleibt unverändert, dies auf Wunsch der Formel-1-Konstrukteure.

Mario Isola, der verantwortliche Pirelli-Techniker für die Formel-1-Reifen, vertieft: «Das Ziel zusammen mit der FIA besteht darin, dass die Autos 2017 um rund vier Sekunden pro Runde schneller werden. Das wird allerdings von Kurs zu Kurs variieren. Ein stattlicher Teil davon wird vom Reifen kommen.» Der stattliche Teil beträgt mindestens 2,5 Sekunden.

Isola weiter: «Wir haben mit Ferrari, Red Bull Racing und Mercedes ausgemacht, dass wir diese neuen Reifen an umgebauten 2015er Rennwagen testen. 2015er Autos deshalb, damit die anderen Teams nicht glauben, diese drei Rennställe würden einen Wettbewerbsvorteil erhalten im Hinblick auf 2017. Wir werden mit den drei genannten Teams rotieren.»

Derzeit ist geplant, dass Pirelli bei fünf Reifenmischungen bleibt. Die Formel-1-Rennreifen werden übrigens in Werken in der Türkei und in Rumänien hergestellt.

Der Pirelli-Testplan

1./2. August: Fiorano (I), Ferrari, Regenreifen (2 Tage)
Sebastian Vettel und Esteban Gutiérrez
3./4. August: Mugello (I), Red Bull Racing, Slicks (2 Tage)
Sébastien Buemi
6./7. September: Barcelona (E), Ferrari, Slicks (2 Tage)
6. bis 8. September: Paul Ricard (F), Mercedes, Slicks (3 Tage)
21./22. September: Paul Ricard (F), Mercedes, Regenreifen (2 Tage)

12./13. Oktober: Barcelona (E), Mercedes, Slicks (2 Tage)

14. bis 16. Oktober: Abu Dhabi (UAE), Red Bull Racing, Slicks (3 Tage)

2./3. November: Abu Dhabi (UAE), Red Bull Racing, Regenreifen (2 Tage)

14. bis 16. November: Abu Dhabi (UAE), Ferrari, Slicks (3 Tage)
29. November: Abu Dhabi (UAE), Ferrari, Mercedes und Red Bull Racing (1 Tag)

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