Pierre Gasly über Halo: «Es war ziemlich schräg»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Pierre Gasly: «Wenn man so eine Chance bekommt, muss man auch ehrlich sein»

Pierre Gasly: «Wenn man so eine Chance bekommt, muss man auch ehrlich sein»

Red Bull-Junior Pierre Gasly begrüsst die Entscheidung der F1-Strategiegruppe, die Einführung des Halo-Kopfschutzes zu verschieben. Der Nachwuchspilot ist einer von drei Fahrern, die das System ausprobiert haben.

Das Thema Halo sorgte auch in Hockenheim für rote Köpfe. So ärgerte sich etwa Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel über die kritischen Untertöne in den Wortspenden einiger Kollegen, und verwies auf die Tatsache, dass die meisten GP-Piloten in einer Abstimmung für die Einführung des neuen Kopfschutzes gestimmt hätten.

Doch nicht jeder Pilot mochte den Cockpit-Aufsatz in den höchsten Tönen loben. Mit ein Grund dafür ist die Tatsache, dass bisher nur drei Fahrer mit einer Experimental-Version des Titan-Ringes unterwegs waren: Neben den beiden Ferrari-Fahrern Vettel und Kimi Räikkönen rückte auch Red Bull-Junior Pierre Gasly im Rahmen der Silverstone-Testfahrten mit dem Halo aus.

Und obwohl der 20-jährige Franzose hinterher erklärte, dass die Sicht trotz stützender Mittelstrebe generell «okay» gewesen sei, fühlte er sich damit doch nicht ganz wohl. Im Gespräch mit den Kollegen von GPUpdate.net schilderte er: «Es war ziemlich schräg, beim Fahren etwas über deinem Kopf zu haben.»

«Alle Rennautos, die ich bisher fahren durfte, haben ein offenes Cockpit. Deshalb musste ich mich erst daran gewöhnen. Man schaut den Ring nicht an, sondern unter ihm hindurch. Aber man spürt, dass da etwas ist – ich bin kein grosser Fan davon», fügte Gasly an, und zeigte sich entsprechend erleichtert über die Entscheidung der F1-Strategiegruppe, die Einführung des Schutzringes für 2017 um ein Jahr zu verschieben.

Und der junge Rennfahrer aus Rouen, der zur Zeit den zweiten Zwischenrang in der GP2-Meisterschaft belegt und 37 seiner 109 Renneinsätze in den Junior-Klassen auf einem Podestrang beendet hat, freute sich: «Für mich war das eine gute Erfahrung, ich war einer der wenigen Fahrer, die das System testen durften.»

Und Gasly betonte: «Wenn man so eine Chance bekommt, muss man auch ehrlich sein. Und wenn es um die Sicherheit geht, dann muss man ein professionelles Feedback geben. Ich versuchte deshalb so genau wie möglich zu beschreiben, wie ich mich damit gefühlt habe. Ich weiss, dass nicht jeder das Gleiche darüber denkt. Aber das war nun einmal meine Einschätzung.»

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