Markus Brandhofer: Mittags Spinat und Lust auf die EM

Von Rudi Hagen
Grasbahn-Seitenwagen-EM
Nach dem Sturz in Scheessel hielt sich Markus Brandhofer gleich das linke Handgelenk, rechts Tim Scheunemann

Nach dem Sturz in Scheessel hielt sich Markus Brandhofer gleich das linke Handgelenk, rechts Tim Scheunemann

Markus Brandhofer und Beifahrer Tim Scheunemann wollen nach einer verkorksten Saison demnächst wieder angreifen. Der DMSB-Titel und die EM sind im Visier der beiden schnellen Bayern.

Für den Gaißacher Markus Brandhofer (40) und seinen Augsburger Beifahrer Tim Scheunemann (26) lief die Saison 2018 alles andere als erfolgreich. «Ja, des war schon bescheiden», sinnierte Brandhofer jetzt im Gespräch mit SPEEWEEK.com, «durch die wechselnden Beifahrer kam irgendwie keine Konstanz in die Fahrerei hinein.»

Zur Erinnerung: Zuerst fiel Scheunemann nach einem Motorradunfall vor Saisonstart mit einem Schlüsselbeinbruch länger aus, dann krachte Brandhofer mit Aushilfsbeifahrer Markus Reiser im Boot beim Rennen in Plattling in die Bande. «Da hab ich einen Schmarrn gemacht mit dem Unfall», so Brandhofer heute.

Dann kam das EM-Finale in Werlte, wo es für die Vizemeister von 2017 schon nach dem zweiten Durchgang vorbei war, da Scheunemann aufgrund einer Bahnunebenheit mit dem linken Daumen in die Speichen des Hinterrades geraten und es um seinen Fingernagel geschehen war. Eine Weiterfahrt war danach unmöglich.

Bei der DM in Bad Hersfeld saß Tim Scheunemann wieder bei Markus Brandhofer im Beiwagen, aber hinter den überragenden Markus Venus/Markus Heiß reichte es «nur» zu Platz 2. Beim Flutlichtrennen in Vechta lieferten Brandhofer/Scheunemann dann wieder eine absolute Klasseleistung in kämpferischer Sicht ab, aber die Starts waren eben nicht besonders gut.

«Ja, meine Starts sind immer Weltklasse», sagte Brandhofer heute voller Sarkasmus, «einen Tag nach Vechta in Scheessel hat das dann auch zu dem Schlamassel geführt, wo ich mich am Handgelenk verletzt habe.» Als sie nach einem schwachen Start dem Feld hinterher hetzten, waren sie auf die Niederländer Sven Holstein/Bonita van Dijk aufgefahren uns anschließend gestürzt. «Das war meine Schuld, die anderen konnten daran nichts machen», so Brandhofer jetzt.

Neben dem Verletzungspech kamen auch noch technische Schwierigkeiten hinzu. Brandhofer: «Ich brauche ein bis zwei neue Motoren, die sind mir in der letzten Saison kaputt gegangen. Und dann ist mir in Berghaupten auch noch das Motorrad abgebrannt, es hatte wohl eine Verpuffung gegeben und den Brand des Methanols habe ich zu spät bemerkt.»

Auf das Europameisterschaftsfinale im niederländischen Eenrum freut sich Brandhofer: «Die ist eine gute und schnelle Bahn, die gefällt mir, da habe ich Lust drauf. Aber es sind eine Reihe von schnellen Fahrern unterwegs, der Matthijssen, der Holstein, der Godden wird auch immer besser und dann natürlich der Markus Venus.»

Da die DMSB-Meisterschaft in Pfarrkirchen ausgefahren wird, also auf der Heimbahn der Lokalmatadoren Venus/Heiß, sieht Brandhofer das Team vom RSC Pfarrkirchen hier im Vorteil. «Vielleicht können wir die beiden dort aber ein bisschen ärgern.»

Hoffentlich nicht ärgern musste sich Markus Brandhofer an diesem Sonntagmittag, denn Frau Martina brachte unter anderem (leckeren) Spinat auf den Tisch. «Ich muss ein wenig auf Diät, denn über den Winter habe ich zugelegt», grinste der 1,86 m Hüne zum Abschluss.

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