Oscar Piastri ist überzeugt: «Hatte eine faire Chance im vergangenen Jahr»
Für Oscar Piastri verlief die Saison 2025 lange erfreulich, am Ende wurde er aber nur WM-Dritter. Einige waren sich sicher: Er wurde im teaminternen WM-Fight benachteiligt. Er selbst sieht das anders.
Mit den sogenannten Papaya-Regeln wollte die McLaren-Teamführung sicherstellen, dass beide Fahrer aus den eigenen Reihen eine echte WM-Chance haben. Dennoch wurde immer wieder diskutiert, ob nicht vielleicht Lando Norris im britischen Rennstall bevorzugt behandelt wurde. Etwa, als Oscar Piastri in Monza gebeten wurde, seinen Teamkollegen vorbeizulassen, nachdem dieser durch einen verpatzten Boxenstopp ins Hintertreffen geraten war. Auch das unliebsame Treffen des Duos in Singapur sorgte für Wirbel.
Dass letztlich Norris den WM-Fight für sich entschied, lag aber nicht an den Team-Entscheidungen, vielmehr sorgte ein Formtief des Australiers gegen Ende der Saison letztlich für einen deutlichen Rückstand von 13 WM-Punkten. Norris drehte zeitgleich auf und hatte am Ende einen ganz anderen Gegner, den er bezwingen musste: Titelverteidiger Max Verstappen aus dem Red Bull Racing Team hielt den WM-Spitzenkampf bis zum letzten Rennen offen und unterlag schliesslich mit nur zwei Punkten Rückstand.
Rückblickend ist Piastri überzeugt: Er hatte eine faire Chance im WM-Kampf gegen seinen Nebenmann. In einer Presserunde, die nach dem Barcelona-Shakedown im Technologiezentrum von McLaren in Woking stattfand, sagte der 24-Jährige: «Natürlich hätten gewisse Dinge besser laufen können, ich denke, das war wahrscheinlich für jeden offensichtlich, der zugeschaut hat. Aber ich selbst habe zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Bedenken gehabt, was die Absichten angeht.»
«Man hätte einiges besser machen können. Man hätte manche Situationen anders handhaben können, aber das gehört zum Spitzensport und zur Formel 1 dazu – man kann nie jede Entscheidung richtig treffen. Man kann nie alle zufriedenstellen. Das gehört zur Natur der Formel 1 und macht sie auch so einzigartig, denn sie ist gleichzeitig ein Mannschafts- und ein Einzelsport. Ich denke aber, dass ich im vergangenen Jahr eine faire Chance hatte. Und wir arbeiten daran, uns stetig zu verbessern, damit wir immer stärker werden», stellte der neunfache GP-Sieger klar.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach