Jack Miller über das Problem beim V4-Motor: «Nächste Frage bitte!»
MotoGP-Ass Jack Miller (Yamaha) zog ein Resümee über den Sepang-Test. Er hatte arbeitsreiche Tage und gewann neue Erkenntnisse. Dazu kamen Probleme, die beim neuen V4-Pojekt zu erwarten waren.
Pramac-Pilot Jack Miller hat intensive Tage in Sepang hinter sich. Beim Shakedown und beim offiziellen MotoGP-Test arbeitete der Routinier für Yamaha ein umfangreiches Programm ab, um die Entwicklungsarbeit bei der neuen V4-M1 voranzutreiben. Dabei sammelte Miller unzählige Testkilometer. Unterbrochen wurde seine Arbeit am Mittwoch, nachdem der japanische Hersteller allen Fahrern eine Zwangspause verordnete, um nach den Motorschäden bei Fabio Quartararo und Toprak Razgatlioglu Ursachensuche zu betreiben.
Am Donnerstag durften dann alle Yamaha-Piloten wieder auf die Strecke. Schnelle Rundenzeiten konnte keiner von ihnen erzielen. Miller landete in der kombinierten Zeitenliste über die drei Testtage auf Rang 18 – 1,754 sec hinter Alex Marquez (Gresini Ducati).
«Ich habe nicht das erreicht, was ich wollte – ich benötige einfach mehr Zeit mit derselben Bike-Spezifikation», meinte der Australier zu Tag 3 und zog zugleich ein Fazit über den Sepang-Test: «Wir haben in den letzten Tagen unser Bestes gegeben, sehr viele Teile getestet und versucht, so gut es ging Feedback zu geben. Wir versuchten zu verstehen, was die jeweiligen Unterscheide zwischen den Teilen waren – beispielsweise beim Chassis. Jetzt sind wir an dem Punkt angelangt, an dem es gilt, mit denselben Spezifikationen Erfahrungen zu sammeln, sich vertraut zu machen und die Elektronik besser zu verstehen.»
Es wäre naiv zu glauben, keinen Tag wie diesen zu haben
Jack Miller
Wie schwer war es für ihn als Fahrer, am zweiten Tag nicht auf die Strecke gehen zu dürfen? «Es ist wie es ist. Es wäre aber extrem naiv zu glauben, ein Motorrad in neun Monaten zu bauen und zu glauben, gegen die besten der Welt anzutreten und keinen Tag wie diesen zu haben. Das ist Teil des Spiels», so Miller pragmatisch. «Die Jungs in Japan und Europa haben sich den Arsch abgearbeitet, um eine Lösung zu finden und uns wieder auf die Strecke zu bekommen. Besser es passiert uns hier als in Buriram.»
In der Medienrunde stellte ein Journalisten-Kollege die Frage, was denn genau das Problem beim Bike war? «Das kann ich euch nicht sagen, nächste Frage bitte!», zuckte «Jackass» mit den Schultern. Miller hatte am Donnerstag auch noch die Zeit, um ein Sprintrennen zu simulieren. «Ich machte eine Sprint-Simulation und war zufrieden damit – ich war dort 0,8 sec schneller als bei der Zeitenjagd», schmunzelte Miller.
In zwei Wochen geht es mit dem Buriram-Test weiter. Dort geht es für Jack Miller und seine Markenkollegen darum, das Paket für das erste Rennwochenende in Thailand zu fixieren und sich damit möglichst vertraut zu machen. Was jetzt schon feststeht: Es wird eine sehr lange und anstrengende Saison für die Yamaha-Piloten.
Ergebnisse MotoGP Sepang-Test (kombiniert)
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Alex Marquez (E)
Ducati
1:56,402 min
2.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,124 sec
3.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,383
4.
Marc Marquez (E)
Ducati
+0,387
5.
Joan Mir (E)
Honda
+0,472
6.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,527
7.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,581
8.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,714
9.
Maverick Vinales (E)
KTM
+0,724
10.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,843
11.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,888
12.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,924
13.
Luca Marini (I)
Honda
+1,163
14.
Alex Rins (E)
Yamaha
+1,178
15.
Brad Binder (ZA)
KTM
+1,188
16.
Johann Zarco (F)
Honda
+D24
17.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+1,467
18.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,754
19.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+1,924
20.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+2,074
21.
Lorenzo Savadori (I)
Aprilia
+2,164
22.
Augusto Fernandez (E)
Yamaha
+2,876
23.
Andrea Dovizioso (I)
Yamaha
+4,279
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