IDM Oschersleben: Wiedersehen nach zwei Jahren ohne

Von Esther Babel
IDM
Seit 2014 war die IDM nicht mehr als Komplett-Paket in der Motorsportarena Oschersleben unterwegs. Am kommenden Wochenende gibt’s ein Comeback. Ein Zeitenvergleich und alte Erinnerungen.

Im Jahr 2014 war die IDM zuletzt mit allen Klassen in der Motorsportarena Oschersleben zu Gast. Im Jahr 2015 war lediglich die IDM Moto3 im Rahmen der Langstrecken-WM am Start, der Rest musste zu Hause bleiben. Für das Jahr 2016 hatte der damalige IDM-Promoter MotorEvents ein Rennen in Oschersleben auf dem Zettel. Doch wie so oft kommt alles anders als man denkt.

Der ADAC hatte sich Ende 2015 aus der Meisterschaft zurückgezogen und steckte sein Geld lieber in den ADAC Northern Europe Cup, der bis heute wenig mediales Interesse auf sich zieht, und auch das Verhältnis zwischen DMSB und MotorEvents stand kurz vor der Zerrüttung. Nach dem Ausstieg des ADAC taten sich auch die ADAC Ortsclubs mit der IDM-Zusammenarbeit schwer. Der potentielle ADAC-Veranstalter fiel damals auch für das Rennen in Oschersleben ganz plötzlich aus. MotorEvents hatte sich selber als Veranstalter ins Spiel gebracht, wie schon öfters, in Ermangelung von Alternativen. Doch auch dieser Vorschlag fiel in Oschersleben nicht auf fruchtbaren Boden. Das Rennen wurde nicht gestrichen, sondern an den Lausitzring verlegt.

Zeitenvergleich

Die meisten IDM-Piloten haben in der nahen Vergangenheit dennoch ihre Oschersleben-Kilometer zusammengebracht. Sei es bei Testfahrten oder bei der Langstrecken-WM. Die IDM-Superbike-Saison 2014 war geprägt von der Ducati-Dominanz des Team 3C-Carbon mit den Fahrern Xavi Fóres, Lorenzo Lanzi und Max Neukirchner. Aus der Titelverteidigung von Markus Reiterberger wurde nichts. Der Bayer scheint nur in ungeraden Jahren auf Titelkurs zu seine. Nach 2013 folgten noch die IDM-Titel 2015 und 2017.

Im Jahr 2014 ging der Doppelsieg bei der IDM Superbike in Oschersleben an Xavi Fóres, der später auch den Titel holte und danach in die Superbike-WM aufgestiegen war. Seine schnellste Rennrunde lieferte er im zweiten Lauf ab. Eine 1.25,303. Im ersten Rennen belegte Max Neukirchner Rang 2, Markus Reiterberger den dritten Platz. Im zweiten Lauf tauschten hinter Fóres Reiterberger und Neukirchner die Plätze. Reiterbergers schnellste Runde, schon damals mit der BMW vom Team Van Zon-Remeha-BMW: 1.25,939.

Erinnerungen

Persönlich wird die Motorsportarena Oschersleben immer mit dem Namen Jürgen Oelschläger verbunden bleiben. Im Jahr 2004 war er mit Honda und dem Team alpha Technik in der IDM Superbike unterwegs. Am Donnerstagabend vor dem IDM-Wochenende Anfang September saßen wir zu einer kleinen Plauderei auf einem der Treppenaufgänge zwischen den Boxen in der Sonne und redeten über dies und das. Keiner konnte zu dem Zeitpunkt ahnen, dass dies unsere letzte Unterhaltung sein sollte.

Mit seinem Teamkollege Michael Schulten und dem Österreicher Andy Meklau lieferte sich der Bayer gerne den einen oder anderen Schlagabtausch bei der Jagd nach den begehrten Meisterschaftspunkten. Im Startgetümmel zum ersten Superbike-Lauf in Oschersleben musste Oelschläger zu Boden. Ein eigentlich harmloser Ausrutscher, der mit ein paar blauen Flecken erledigt gewesen wäre. Doch ein nachfolgender Fahrer konnte im dichten Verkehr nicht ausweichen und überrollte Oelschläger, der sich schwere innere Verletzungen zuzog.

In der Nacht vom 25. auf den 26. September 2004, zwei Wochen nach dem Unfall, verließen Oelschläger die Kräfte und er starb im Alter von 34 Jahren.

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