IDM-Terminkalender 2016: Eine Prognose

Von Esther Babel
IDM
Die MotorEvents Geschäftsführer in netter Gesellschaft

Die MotorEvents Geschäftsführer in netter Gesellschaft

Konkrete Termine gibt es noch keine. Doch Assen, Lausitzring und Nürburgring sind sicher dabei. Schleiz bietet sich doppelt an. Über den Salzburgring wird mal wieder diskutiert.

Sobald die letzte Zielflagge in der IDM gefallen ist, fängt das übliche Rätselraten an: Wie könnte der Terminkalender 2016 aussehen? Konkretes gibt es seitens des IDM-Promoter MotorEvents noch nicht. Allerdings lassen sich die Geschäftsführer Josef Hofmann, Josef Meier und Bert Poensgen immerhin ein paar Andeutungen entlocken.

«Nach Ungarn werden wir 2016 wohl nicht mehr fahren», erklären sie. «Es war in diesem Jahr eben eine Ausweichstrecke und kein wirkliches Erfolgsmodell. Das weiss jeder. Zustande gekommen ist die Notwendigkeit, nach Ungarn auszuweichen, weil sowohl der angedachte Termin in Oschersleben als auch ein zweites Hockenheim-Rennen nicht zustande gekommen ist.»

Die IDM wird sicher nochmals nach Assen reisen. Der IDM-Promoter hatte mit den Streckenbetreibern einen Dreijahresvertrag ausgehandelt. Die Saison 2016 wäre dann der dritte Besuch. Während der Rennstreckenbetreiber in Assen bei den Rennen zur Britischen Superbikemeisterschaft selber als Veranstalter auftritt und entsprechend üppig die Werbetrommel rührt, war bisher der IDM-Promoter in Assen auch Veranstalter und damit auch mitverantwortlich für die in den Vergangenheit mager ausgefallen Werbung für das IDM-Event. Das belgische Zolder steht laut MotorEvents wieder mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent im Kalender 2016. Mit im Aufgebot ist auch der Lausitzring, wohl wieder zusammen mit der DTM, der Nürburgring und das Schleizer Dreieck.

«Auf dem Schleizer Dreieck fahren wir eventuell zwei Mal», erklärt der Promoter. «Das wurde uns vom dortigen Betreiber angeboten und es käme auch den Wünschen der Teams entgegen.» Allerdings hat man auch in Schleiz das gleiche Problem wie am Sachsenring. Es stehen nur begrenzt Lärmtage zu Verfügung. Daher müsste dann auch in Schleiz eine andere Veranstaltung über die Klinge springen, wenn die IDM zwei Mal kommen soll.

«Es sieht alles besser aus als in der Vergangenheit», meinen die MotorEvents Geschäftsführer mit Blick auf den Kalender. «Unser Job ist es jetzt, dass alles besser zu verteilen. Momentan ballt es sich im Mai und Juni.» Ein Umstand, der vielen IDM-Teilnehmern schon in diesem Jahr sauer aufgestoßen ist. Drei Rennen in einem Monat und anschliessend sechs Wochen Pause sind gerade für Fahrer, die nicht professionell unterwegs sind, eine Herausforderung in Sachen Logistik und Urlaustage im Hauptjob.

Salzburgring auf dem Wunschzettel

Keinen Terminvorschlag gibt es vom Sachsenring. Wie immer wäre, wenn überhaupt, eine Zweitages-Veranstaltung möglich. Doch da macht der IDM-Promoter nicht mit. Damit wären die Verhandlungen auch schon wieder am Ende angekommen, da keiner von seiner Position abrücken will. Während es in diesem Jahr im Rahmen des GP auf dem Sachsenring ein IDM Moto3 Rennen gab, hält sich das Interesse für ein Superbike-Rennen bei der WM stark in Grenzen. «Wir spielen da doch nur eine untergeordnete Rolle», weiss der IDM-Promoter. «Ausserdem steht bei den Örtlichkeiten keine Fläche zur Verfügung, auf der wir uns und unsere Partner angemessen präsentieren können.»

Auch ein Rahmenrennen bei der Superbike-WM, falls sie denn an den Sachsenring kommen sollte, wird diskutiert. «Wir sind für alles offen», so MotorEvents. «Da wären die Platzverhältnisse nicht ganz so beengt wie beim GP. Aber auch da müssen viele Kompromisse sein.»

Der Red Bull Ring ist nach aktuellem Stand keine Option. «Wir würden gerne wieder am Salzburgring fahren», meint der IDM-Promoter stattdessen. «Das ist ja nur zehn Kilometer hinter der deutschen Grenze.» Allerdings hakt es da an der fehlenden Strecken-Homologation, die vor einigen Jahren abgelaufen ist. Solange nicht massive Sicherheitsaspekte beachtet werden, wird es aller Voraussicht nach auch keine Homologation mehr geben. Widerstand bei der Idee Salzburgring regt sich bei zahlreichen Teams der IDM Superbike und Superstock. «Mit weit über 300 km/h den Berg rauf Richtung Fahrerlager-Kurve», meint ein IDM-Teamchef. «Die sind ja nicht ganz dicht.» Die Möglichkeit, am Bergaufstück eine Art Bremsschikane einzubauen, wird schon seit Jahren diskutiert. Passiert ist bis jetzt nichts.

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