Bevor es mit der neuen Saison 2026 losgeht, muss der eine oder andere Pilot noch was loswerden. Sei es im Gespräch oder auf dem Operationstisch. Bis zum Start sind alle wieder fit.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
Werbung
Luca Göttlicher musste sich zum Jahresende nochmals unters Messe legen. Sein Markenkollege kommt nicht wieder. Zwei Fahrer, einer aus Bayern und einer aus der Schweiz, gewähren Einblick in ihr Seelenleben und Thüringen ist auch ohne Schleiz in der IDM-EuroMoto vertreten.
Werbung
Werbung
Luca Göttlicher Im vergangenen Jahr wurde Luca Göttlicher in der Supersport-Klasse mit der Weber-Kawasaki unter Wert geschlagen. Um mit voller Kraft in das neue Jahr starten zu können, unterzog sich der Pilot nun einer Operation. «Ich hatte eine Schulterverletzung«, erklärte er die Notwendigkeit des operativen Eingriffs. «Zum Glück war es nichts Kompliziertes oder Langwieriges, die Operation ist erfolgreich verlaufen und ich bin auf dem Weg der Besserung. Ein großes Dankeschön an Professor Kirchhoff, meinen Anästhesisten, sowie an die Krankenschwestern für die hervorragende Betreuung. Danke auch euch für die vielen lieben Nachrichten und die Unterstützung. Ein separates Dankeschön an Alexa für die mega Hilfe und Vermittlung an die richtigen Leute, ich bin unendlich dankbar.»
Martin Vugrinec Im Superbike-Team von Oliver Skach hatte der Kroate Martin Vugrinec die Kawasaki-Brocken letztes Jahr schon vor dem Ende der Saison hingeschmissen. Ein Wiedersehen in der IDM-EuroMoto ist vorerst nicht geplant. «Ich freue mich sehr, endlich bekannt geben zu können, dass ich 2026 für Maco Racing sowohl in der Langstrecken-Weltmeisterschaft als auch in der Alpe Adria-Meisterschaft auf einer Yamaha R1 fahren werde», ist der neueste Stand in Vugrinecs Vita. «Es war mir sehr wichtig, dass mein nächster Schritt in einem Team und einer Atmosphäre stattfindet, in denen ich mich geschätzt und respektiert fühle. Ich kann es kaum erwarten, dieses neue Abenteuer zu beginnen. Vielen Dank auch an Dunlop, das eine wichtige Rolle in unserem Projekt spielt.»
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
Als Elfter der Supersport-WM 300 wagte Oliver König mit Orelac Kawasaki den direkten Aufstieg in die Superbike-WM 2022 – beim Saisonauftakt war er zarte 20 Jahre alt. Es war absehbar, dass der Tscheche scheitern würde. In zwei Jahren holte König lediglich drei WM-Punkte und wechselte die IDM Superbike 2024. Im Team von Denis Hertrampf stellte sich der Erfolg auch nicht wirklich ein und König beendete die Saison frühzeitig. Im letzten Jahr machte der Prager einen Schritt zurück und bestritt die spanische Supersport-Serie – und wurde als bester Yamaha-Pilot mit drei Podestplätzen guter Vierter. Für König ein guter Zeitpunkt, um eine Rückkehr in die Weltmeisterschaft in Betracht zu ziehen. Der mittlerweile 23-Jährige einigte sich mit Compos Racing und wird an der Seite seines Landsmanns Ondrej Vostatek eine Triumph Street Triple RS fahren.
Christoph Beinlich Im Beinlich Racing Team um Fahrer Chris Beinlich ist der Startschuss für die Saison 2026 bereits gefallen und auch in der kommenden Saison geht es auf BMW bei den Superbikes weiter. Nachdem Supersportler Troy Beinlich am 30. März 2024 tödlich verunglückt war, hatte das familieninterne Beinlich Racing Team (BRT) laut IDM.de alle Aktivitäten auf der Rennstrecke gestoppt. «Und plötzlich zerteilt ein einziger Tag das ganze Leben in ein Davor und ein Danach», hatte in der Todesanzeige des 21-Jährigen gestanden. Die Zukunft war ungewiss. Aber Bruder Chris setzte sich nach einem Jahr ohne jegliche Aktivitäten irgendwann wieder auf ein Motorrad. Nach sechs Jahren in der IDM Supersport stieg er 2025 in IDM Superbike auf. Angegliedert ans Team GERT56 by RS Speedbikes. «In der gleichen Konstellation geht es weiter», erzählte der Vollblut-Racer. «Mit Karsten Wolf, dem GERT56-Teamchef, habe ich alles per Handschlag klargemacht. Ich habe der Truppe viel zu verdanken. Und meinem Vater.»
Werbung
Werbung
Fabio Sarasino Im Team von Stefan Laux und an der Seite der heutigen WM-Pilotin Lucy Michel hatte der Schweizer Fabio Sarasino vor einigen Jahren seine Laufbahn in der IDM begonnen. Im letzten Jahr ging so gut wie alles schief, doch jetzt meldete sich Sarasino zurück. «Das letzte Jahr war ein Albtraum für mich, das schlimmste Jahr, das ich je erlebt habe», berichtete er. «Der plötzliche Verlust meines Hauptsponsors aus unerklärlichen Gründen hat meine Karriere auf den Kopf gestellt. Vor drei Jahren hatte ich endlich das Gefühl, einen treuen Partner gefunden zu haben, der mein Potenzial sah und mich bis nach oben unterstützen konnte. Bang, falsche Vermutung. Egal. Ich habe alles aufgegeben, um irgendwie die Saison zu retten. Leider ohne Erfolg. Ich muss ehrlich sein, es ging mir gar nicht gut. Dafür habe ich mein ganzes Leben gekämpft und es kann nicht das Ende sein, aber es ist ein ständiger Kampf wegen des Geldes. Deshalb habe ich mich entschieden, nächstes Jahr eine Kategorie runterzugehen und am Kawasaki Cup teilzunehmen. Und wer dachte, ich gebe auf und lasse alles hinter mir, war falsch. Ich gebe der Sache eine letzte Chance. Wenn ich dieses Jahr keine erfolgreiche Saison habe, dann war‘s das. Ich kämpfe bis zum Ende. Ich möchte mich bei euch allen entschuldigen, dass ich mich nicht gemeldet habe und mich gleichzeitig bei allen bedanken, die geblieben sind.2026, ich komme, mit einem Comeback.» Patrick Hobelsberger Gerade mal zwei Auftritte in der IDM Superbike bestritt der Bayer nach seinem Wechsel zu Hersteller Honda im Vorjahr. «Man kann mit Fug und Recht sagen, dass es 2025 nur darum ging, wie oft ich wieder aufstehen würde», so seine Zusammenfassung des letzten Jahres. «Ich will ehrlich sein: Es hat mich oft umgehauen. Ich bin sehr dankbar dafür, wie schwer es war, wie sehr es mich verändert hat, und im Nachhinein bin ich mir sicher, dass es das beste Jahr war, das ich je hatte. Es hat alles verändert, wir haben unser eigenes Team aufgebaut, mein Unternehmen umstrukturiert, eine neue Werkstatt gebaut, supergute Partner gefunden, uns mit den richtigen Leuten angefreundet und einige supergute Rennen gemanagt. Es gab nichts dazwischen, es war entweder ganz oben oder ganz unten, super hoch oder super tief. Ich bin dankbar für jede Lektion, besonders für die, bei denen ich gegen meinen inneren Teufel kämpfen musste. Ich kann 2026 kaum erwarten, ich bin bereit dafür.»
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.