Gines: «Mit der Kawa-Elektronik haben wir zu tun»

Von Esther Babel
IDM Superbike

Der Spirit im Team von Emil Weber stimmt. Mit den Ergebnissen sind Fahrer und Chef noch nicht zufrieden. Gemeinsam will man die Arbeit angehen. Noch hat die Kawasaki ZX10R zuviel Power am Kurvenausgang.

Beim IDM-Auftakt musste man im Team Kawasaki Weber Motos Racing noch zuschauen. Nach einer Finger-Verletzung beim Training zum WM-Klassiker von Le Mans musste sich Mathieu Gines einer Operation unterziehen. Anfang Juni teilte sich der 29-Jährige auf. Bei der Speedweek in Oschersleben fuhr er das Acht-Stunden-Rennen am Samstag und den zweiten IDM-Superbike-Lauf am Sonntag. Mit der Kawasaki landete er als Achter im Ziel und startete mit einem Top-Ten-Platz in seine persönlich IDM-Saison. «Unser Grundpaket stimmt», urteilte der Teamchef anschliessend. «Doch es gibt viel zu tun.»

«Wir haben im Freien Training verschiedene Abstimmungen getestet», erklärt Gines die Zolder-Planung. «Danach haben wir uns für die Qualifyings für eine Konfiguration entschieden. Ich selber bin wieder 100 Prozent fit und will alles dafür tun, das Bike weiter nach vorne zu bringen.» Wie schon in Oschersleben duellierte sich Gines im Training mit Kawasaki-Kollegin Lucy Glöckner. Am Ende sprang Startplatz 11 für ihn heraus, knapp vor Glöckner. «Ich schätze, wir sind in einer ähnlichen Situation», erklärt er. «Vor allem am Kurvenausgang ist es hart und ich slide zuviel. Die Power vom Motorrad selbst ist gut, aber bei der Elektronik haben wir zu tun.»

Diese Meinung teilt auch Emil Weber. «Mathieu ist in den Rennen gut über die Runden gekommen», berichtet der Teamchef, nachdem der Franzose die Plätze 11 und 9 nach Haus gebracht hatte. «Wir haben uns vom Freien zum Zeittraining nicht in dem Maße steigern können, wie es nötig gewesen wäre. Mathieu selbst ist cool geblieben, aber gefallen tun ihm diese Ergebnisse verständlicherweise nicht, uns als Team auch nicht. Aber die Stimmung ist nach wie vor gut und wir wissen, was wir zu tun haben.»

«Um den Sieg werden wir nicht mitfahren können», zeigt sich Weber realistisch. «Denn die Spitze ist uns von der Elektronik her einen Schritt voraus. Aber Plätze zwischen 4 und 10, die sind machbar. Wir haben vor allem noch ein Grip-Problem, das von der Elektronik herrührt. Durch zuviel Power beim Rausbeschleunigen hat Mathieu dann zuviel Wheelspin. Wir drehen jetzt nicht durch. Mechanisch funktioniert alles gut und unsere Leute sind super. Wir kennen unsere Baustelle und an der arbeiten wir.»

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