Jan Mohr (BMW): Erster Angriff auf IDM-SBK-Podest

Von Esther Babel
IDM Superbike
Jan Mohr wird von Marc Moser verfolgt

Jan Mohr wird von Marc Moser verfolgt

So ganz hat es mit dem ersten IDM-Pokal für den Mann vom Team BCC auf dem Nürburgring noch nicht geklappt. Doch die Lücke nach vorne wird immer kleiner. Auf dem Schleizer Dreieck startet er den nächsten Versuch.

Jan Mohr lieferte vor den 120.000 Zuschauern auf dem Nürburgring eine gewaltige Show ab, bei der er von Podestluft bis Abflug alles zeigte, was er so zu bieten hatte. Die IDM Superbike war vergangenes Wochenende beim TruckGP auf dem Nürburgring zu Gast. Mit von der Partie auch der 21-jährige Österreicher Jan Mohr, der seit dieser Saison für das BCC Racing Team auf einer BMW S1000RR an den Start geht.

In der Qualifikation am Freitag fuhr Mohr die siebtschnellste Zeit und verpasste nur um 0,01 Sekunden die zweite Startreihe. Im ersten Rennen am Samstag ging es dann richtig zur Sache. Der Nachwuchspilot vom MSC-Hohenems kämpfte sich in den ersten Runden ganz weit nach vorne. In Runde 6 übernahm er das Kommando und ging an Toni Finsterbusch (Suzuki Mayer) und dem Italiener Alessandro Polita (HRP Racing) vorbei und führte die Verfolgergruppe als Vierter an.

«Nach der ersten Runde war ich hinter Toni und Alex, die bereits eine ganz kleine Lücke herausfahren konnten», berichtet Mohr. «Ich pushte so hart ich konnte und fand wieder den Anschluss. Dann sah ich meine Chance und ging an den beiden vorbei. In den folgenden neun Runden war ich stark unter Druck, denn meine Konkurrenten attackierten von hinten immer wieder.» Doch Mohr hielt feste dagegen und konnte die Angriffe abwehren. «Vorne fiel dann BMW-Kollege Ilya Mykhalchik durch ein technisches Gebrechen aus», erzählt er weiter, «wodurch ich dann schon auf dem provisorischen Podestrang unterwegs war.»

In Runde 15 von 19 übernahm Marc Moser (MGM-Racing) dann die dritte Position und wenig später ging auch noch Polita an Mohr vorbei. «Als Marc vorbeikam», so Mohr, «versuchte ich, sofort zu kontern. Aber er hatte seine Reifen offenbar besser geschont als ich, denn ich hatte am Kurvenausgang keine Chance mehr. Dasselbe galt für Alex, der in der letzten Runde noch seine persönliche Bestzeit fuhr.» Am Ende kam der 21-Jährige auf Rang 5 ins Ziel und fuhr somit sein bisher bestes Saison-Ergebnis ein.

In Lauf 2 am Sonntag hatte Mohr leider kein Glück. Von Position 2 startend, musste er dem gestürzten Toni Finsterbusch in der ersten Kurve ausweichen und fiel dadurch bis auf Position 10 zurück. Beim Versuch, sich wieder nach vorne zu kämpfen, stürzte er wenig später selbst und musste kampflos aufgeben. «Das ist sehr, sehr ärgerlich», schimpfte er anschließend. «Es hätte wieder ein gutes Rennen werden können. Aber nichtsdestotrotz haben wir den Speed und wir werden in Schleiz erneut angreifen.»

«Ich möchte mich bei meinem ganzen Team BCC Racing für die tolle Arbeit an diesem Wochenende bedanken, denn sie haben mir wirklich ein tolles Bike hingestellt», lobt der Österreicher. «Genauso natürlich bei all meinen Sponsoren, die immer voll hinter mir stehen. Das war ein ganz wichtiger Schritt nach vorne, denn wir können jetzt um das Podium kämpfen. Nun heißt es weiter hart arbeiten, um beim nächsten Mal erneut dabei zu sein.»

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