Mikhalchik freut sich auf Jonas Folger in der IDM SBK

Von Esther Babel
IDM Superbike
Ilya Mikhalchik

Ilya Mikhalchik

Der zweifache IDM-Meister aus der Ukraine und der Neuzugang aus der MotoGP werden es im kommenden Jahr wohl öfters miteinander zu tun bekommen. Denn beide wollen sich den Titel in der IDM SBK schnappen.

Ilya Mikhalchik macht sich demnächst auf zur nächsten Etappe der FIM EWC Endurance World Championship. Die zweite Lauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft findet am 14. Dezember auf dem Sepang International Motorway in Malaysia statt. Acht Stunden beträgt dieses Mal die Renndistanz, die es für den Ukrainer zusammen mit seinen Teamkollegen zu absolvieren gilt. Diesmal gab es einige Änderungen im BMW Motorrad World Endurance Team. Anstelle von Julian Puffe tritt Markus Reiterberger für den Hersteller aus Bayern an, wieder dabei ist Kenny Foray.

«Wir haben ein sehr starkes Team», erklärt Ilya Mikhalchik. «Angesichts der Tatsache, dass Markus und ich einen ähnlichen Fahrstil haben, werden wir in Bezug auf die Abstimmung der Motorräder dem Laufenden sein. Angesichts dieser Tatsache sind die Chancen auf ein Podium groß und selbst wenn jemand langsamer ist, können wir immer noch um die Führung kämpfen, wenn wir als Team arbeiten. Vor allem aber mache ich mir Sorgen ums Gummi. Es ist nicht klar, wie sich die Dunlop-Reifen in Malaysia verhalten werden.»

«Yamaha Sepang Racing wird ein sehr starkes Team haben», glaubt der aktuelle IDM-Superbike-Champion. «Das Trio aus MotoGP und WSBK scheint das bestbesetzte Team zu sein - Franco Morbidelli, Hafiz Syakhrin und Michael van der Mark werden einen starken Kampf abliefen. Es wird nicht nicht einfach sein, aber ich habe in den letzten Monaten hart gearbeitet.»

«Im letzten Monat saß ich überhaupt nicht auf einem Motorrad«, verrät er. «Nicht aus Faulheit, sondern um zur Ruhe zu kommen und dann so schnell wie möglich auf das Motorrad steigen zu wollen. Ich habe nicht wie üblich trainiert - den ganzen Monat habe ich mich auf Übungen im anaeroben Bereich konzentriert. Jetzt bin ich in guter körperlicher Verfassung, sogar in besserer Verfassung als Mitten in der Saison.»

Die Nachricht vom IDM-Neuzugang Jonas Folger hat sich inzwischen auch bis in die Ukraine rumgesprochen. Folger wird sicherlich alles daransetzen, Mikhalchik die IDM-Krone abzunehmen. «Diese Nachricht hat mich sehr gefreut», kommentiert Mikhalchik die Folger-Verpflichtung. «Es gibt drei positive Punkte: 1) Die Leute aus der Welt des Grand Prix werden feststellen, dass es schnelle Jungs in nationalen Meisterschaften gibt, die zwar weder in der MotoGP noch in der WSBK unterwegs sind, aber in ihrem Speed den Top-Rennfahrern der Weltmeisterschaften nicht unterlegen sind. 2) Persönliches Wachstum. Der Kampf gegen den Sieger in verschiedenen MotoGP-Klassen wird mich motivieren. Jonas war seit 2013 in allen Klassen auf dem Podium. Und natürlich ist er sehr motiviert von seiner MotoGP-Saison, in der er wiederholt mit Mark Marquez um Punkte gekämpft hat. 3) Es wird ein ernstes psychologisches Spiel geben. Jetzt bin ich völlig entspannt, aber wenn Jonas mich überholt, wird es eine Lektion und zusätzliche Motivation für mich sein. Aber wenn er verliert, wird es für ihn ein psychologischer Druck werden.»

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