Reiterbergers IDM-EuroMoto-Comeback nach Topraks und Van der Marks Wechsel
Vier Titel in der IDM Superbike hat Markus Reitberger schon kassiert. Ab diesem Jahr nennt sich die Serie EuroMoto und auch da würde der Bayer mit seiner BMW gerne zuschnappen.
Man kann sagen, dass Markus Reiterberger mit seinen vier Titeln in der IDM Superbike, seinen Ausflügen in die Superbike-Weltmeisterschaft, nicht zuletzt im Jahr 2025 als Ersatzfahrer für den verletzten Toprak Razgatlioglu, seinem Job als BMW-Testfahrer und seinen Titelkämpfen in der Langstrecken-Weltmeisterschaft aus deutscher Sicht zu einem der prominentesten Vertretern seiner Zunft zählt. Ende letzten Jahres kehrte Reiterberger zu seinem ehemaligen IDM-Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW unter der Regie des Belgiers Werner Daemen zurück und wird neben seiner Tätigkeit in der Endurance auch in der EuroMoto Superbike antreten.
«Mitte des vergangenen Jahres zeichnete sich ab», beschreibt Markus Reiterberger seine Rückkehr, «dass Toprak die Serie wechselt. Zudem gab es damals bereits die Tendenz, dass Van der Mark ins Testteam wechselt. Deshalb musste ich mich nach Alternativen umschauen. Werner hat Mitte des Jahres angefragt, ob ich mir vorstellen kann, wieder IDM zu fahren. Ich habe ihm gesagt, dass mir das taugen würde.»
Er wollte wieder eine seiner beiden Geheimwaffen in der IDM haben.
Markus Reiterberger
Ein Spaziergang wird das für den BMW-Piloten nicht. Denn vor allem aus dem Hause Ducati wird mächtig Druck gemacht und Lukas Tulovic wird auch 2026 antreten, um seinen ersten Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Die beiden Piloten kennen sich, sind aber noch nie gegeneinander angetreten. Mitmischen wird erwartungsgemäß Honda-Fahrer Florian Alt. «Werner war happy mit seinen Fahrern, doch er wollte wieder eine seiner beiden Geheimwaffen in der IDM haben – also Ilya oder mich», so schildert Reiterberger. Ilya Mikhalchik hat, wie Reiterberger, vier IDM-Titel eingefahren und sich im Vorjahr in Richtung Britische Superbike Meisterschaft BSB verabschiedet, wo er 2025 den Superstock-Titel holte. «Ich zog das zusammen mit dem EWC-Projekt in Erwägung», überlegte Reiterberger nach Daemens Anfrage. «Es ist die perfekte Ergänzung. Ich bin jetzt 31 Jahre alt. Die EWC ist meine Hauptaufgabe. Um schnell zu bleiben, sind Sprintrennen sehr wichtig.»
«Auf alle Fälle», stellt Reiterberger auf die Frage nach seine Ambitionen Richtung IDM-EuroMoto-Titel unmissverständlich klar. «Das ist meine Aufgabe und mein persönlicher Anreiz, warum ich wieder mitfahre. Wir haben es schon vier Mal geschafft, jetzt wollen wir es ein fünftes Mal. Das Team ist mehr oder weniger unverändert, es gibt nur wenige Änderungen. Ich bin happy und fühle mich wie zuhause. Aber ich benötige noch etwas Fahrpraxis, denn ich war lange Zeit nur Testfahrer und EWC-Fahrer. In der EWC fahren wir mit anderen Reifen. Ich muss mich noch ein bisschen auf das Superstock-Bike einschießen, die Strecken kenne ich alle gut. Ich freue mich richtig auf Brünn, Hockenheim, Nürburgring und Assen – das sind meine absoluten Lieblingsstrecken!»
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